Leserbriefe

Die Tabelle wurde von mir anhand der veröffentlichten Tabelle im Bürgerinformationssystem beispielhaft für 2 verschiedene Bestattungen erstellt.

Die Stadt Alzenau bezuschusst also jede Beisetzung auf dem Friedhof zu Lasten der Steuerpflichtigen mit über 5.000 €.

Warum? Gilt hier nicht auch das Verursacherprinzip?

STMI Bayern Kommunalabgabengesetz (KAG) Art. 8 Benutzungsgebühren (2) Satz 1:
Das Gebührenaufkommen soll die nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ansatzfähigen Kosten einschließlich der Kosten für die Ermittlung und Anforderung von einrichtungsbezogenen Abgaben decken.

So ist z.B. in NRW das Kostendeckungsgebot für öffentliche Einrichtungen (z.B. kommunale Friedhöfe) in § 6 Abs 1 Satz 3 KAG festgeschrieben. Das Kostendeckungsprinzip verlangt, dass die Gebühren so zu kalkulieren sind, dass das veranlagte gesamte Gebührenaufkommen die gesamten voraussichtlichen Kosten einer Einrichtung erreicht. Angestrebt ist also, dass der Gebührenhaushalt nicht aus dem allgemeinen Haushalt subventioniert wird.

Kommentar:
Bei der öffentlichen Stadtratssitzung am 31.7.2025 unter TOP 7 Friedhofsgebührensatzung wurde von allen Parteien bedauert, dass man nun nach ca. 7 Jahren die Gebühren erhöhen muss, will aber die Nutzer nicht übermäßig in Anspruch nehmen und verlangt lediglich einen Deckungsgrad der Kosten von 44% (hat der Gutachter errechnet).

Keiner der Stadträte fragte nach Einsparmöglichkeiten, sondern verlies sich auf das von der Stadt eingeholte „Gutachten“ der Firma Weiher, einem Lösungsanbieter in Friedhofsangelegenheiten aus Freiburg (was hat das wohl gekostet?).

Hat die Stadt Alzenau keine qualifizierten Mitarbeiter/in die/der sich mit Kalkulation auskennt?

Oder ist die Kameralistik so intransparent, dass dies seriös nicht möglich ist?

Bei vergleichsweise wesentlich niedrigeren Kosten für eine Friedwald- oder Seebestattung mit Kosten in Höhe von 2.000 bis 3.000 € prognostiziere ich einen erheblichen Nutzungsrückgang – der für noch höhere Gebühren sorgen wird.

Alzenau, den 4.08.2025
Manfred Röhrs
Maurermeister

Leserbrief zum Artikel „Alte Verbindlichkeiten, neue Schulden“ vom
21.07.25 im Main Echo


Die Stadträte haben sich jede Budgetüberschreitung 2024 von
insgesamt 435 T€ bis auf den Cent genau angeschaut, die so zu einem
Fehlbetrag schon am 01.01.2025 führten.

Ein Fehlstart ins neue Jahr.


Halbjahreszahlen hat der Kämmerer aber auch schon in der
Vergangenheit berichtet, das ist kein Novum.


Sicher hätte der Leser gerne gewusst, von welchen Zahlen die
Stadtratsmehrheit vor 8 Wochen beim Beschluss zum Haushalt 2025
ausgegangen ist.

Denn von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von EUR
15,9 Mio. träumen viele Landkreiskommunen.

Doch Alzenau plante
eigentlich mit EUR 20,5 Mio. in 2025.


Auch bei den erwarteten Grundstückserlösen von EUR 3,8 Mio., der
größte Batzen davon für das Burggrundstück, konnte leider noch nichts
vermeldet werden. Gerade einmal 22.100 € wurden bis zum 17.07.25
erzielt.

So überrascht es auch nicht, dass der Bürgermeister schon
heute, wo noch nicht einmal der normale Haushalt 2025 vom Landrat
genehmigt ist, einen Nachtragshaushalt 2025 ankündigte.


Denn auf der Ausgabenseite ist man stabil und so ist klar, woher das
fehlende Geld infolge der vorgenannten Mindereinnahmen kommen
muß.

Zusätzliche Schulden zu den erst am 21.05.25 beschlossenen rund
EUR 5 Mio..

Peter Bloett, Alzenau

veröffentlicht im Main Echo „Leserbriefe“ am 29.07.2025

Leserbrief Manfred Röhrs vom 23.07.2025

Zitat aus Mainecho vom 19.07.2025:

Hintergrund: Was die Friedhöfe kosten und was sie bringen
Die sechs Friedhöfe und zwei Friedparks kosteten die Stadt Alzenau im Jahr 2024:

743.774 Euro – brachten aber nur rund 212.442 Euro ein.

Das entsprach einem Kostendeckungsgrad von 29 Prozent.

Hr. Krämer nannte das Beispiel, dass die Stadtwerke jede Woche Grabschmuck, wie Kerzen oder Blumengestecke, von den Baumgrabstätten entfernten (bei dieser Grabart ist Grabschmuck nicht erlaubt Anm. d. Red.).

»Das müssen die Mitarbeiter einsammeln und entsorgen.

Deswegen sind die Baumgrabstätten auch so teuer«, erklärte Krämer.

Bürgermeister Stephan Noll (CSU) sagte, er habe bereits mit den Stadtwerken das Gespräch deswegen gesucht, um die Kosten niedriger zu halten dafür.

»Das wurde umstrukturiert. Da fallen künftig dann 2000 Arbeitsstunden weniger von den Stadtwerken an. Aber die Grabzwischenraumpflege ist das, was bei uns teuer ist«, meinte der Bürgermeister.

Dazu fallen mir 2 Punkte ein.

1.

Machen die Stadtwerke was sie wollen, so dass der Bürgermeister nachfragen muss und das Gespräch sucht? Wer kontrolliert die Stadtwerke und weist ihr Aufgaben zu?

2.

2000 Arbeitsstunden weniger entsprechen ca. 1 Mitarbeiter/in im Jahr.

Wieviel Mitarbeiter/innen kümmern sich um die Friedhöfe?

Da entsteht so viel Müll, dass 1 MA ganztägig und täglich das ganze Jahr damit beschäftigt ist?

Die Grabzwischenraumpflege wird meines Erachtens von den Angehörigen durchgeführt.

Dazu passt, dass mir bei meinen Besuchen im Waldschwimmbad aufgefallen ist, dass täglich – auch bei schlechterem Wetter – 3 (in Worten: DREI) Bademeister Aufsicht führen.

Meiner Meinung reicht 1 Bademeister und als Unterstützung 1 Rettungsschwimmer, der nur während der Saison beschäftigt wird.

Es gibt übrigens keine Vorschrift, die die Anzahl der Bademeister vorschreibt.

Entscheiden die Stadtwerke und auf welcher Grundlage? Nice to have?

Das würde die Personalkosten massiv senken und damit auch wieder einen täglichen Öffnungstag mit längeren Öffnungszeiten ermöglichen. Gleiches gilt für den Meerhofsee.

Generell erscheint mir der Personalschlüssel, sowohl bei den Stadtwerken als auch bei der Stadtverwaltung extrem großzügig.

Manfred Röhrs, Alzenau

24.07.2025

Meinung von Nick Höfler
HuF Stadtratsitzung vom 17.07.25
Thema zweiter Feuerwehrkommandant

Wer kommt, wenn es brennt?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
im Haupt- und Finanzausschuss wurde kürzlich über die Einrichtung eines zweiten stellvertretenden Feuerwehrkommandanten für die Freiwillige Feuerwehr Wasserlos diskutiert. Hintergrund war ein Antrag der Feuerwehr, mit dem Ziel, einem jungen Menschen die Chance zu geben, in diese verantwortungsvolle Position hineinzuwachsen.
Der finanzielle Aufwand für die Stadt Alzenau würde bei lediglich 62,50 € monatlich liegen – eine überschaubare Summe, wenn man die Bedeutung dieses Amtes für unsere Sicherheit bedenkt.
Doch die Diskussion und der anschließende Beschluss lassen ein anderes Bild entstehen. Ein Stadtratsmitglied betonte, dass ein Ehrenamt unentgeltlich zu sein habe – eine Haltung, die fraktionsübergreifend Zustimmung fand.
Zu diesem Argument möchte ich Ihnen jedoch folgendes Gegenbeispiel mitgeben:

§ 3 Tätigkeit der ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder; Entschädigung
(2) Die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit ein Sitzungsgeld von 45,00€ für die notwendige Teilnahme an Sitzungen des Stadtrates oder eines Ausschusses.
Natürlich – Ehrenamt soll kein Beruf sein. Aber: Fußballtrainer, Vereinsvorstände oder andere Ehrenamtliche tragen selten eine Verantwortung, die mit der eines Feuerwehrkommandanten und aller Feuerwehrleuten vergleichbar ist. Hier geht es um Menschenleben, nicht um Sport oder Freizeitgestaltung.
Sie opfern Freizeit, haben einen Beruf und setzen ihr eigenes Leben für den Schutz anderer Menschen ein.
Auch das Argument des Sparens wurde ins Feld geführt. In wirtschaftlich angespannten Zeiten müsse man eben den Gürtel enger schnallen – so der Tenor.

Wir sagen: Ja, sparen – aber an der richtigen Stelle! Nicht bei Pflichtaufgaben. Nicht bei der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Und schon gar nicht bei einer vergleichsweise geringen Investition.

Natürlich muss auch bei den Feuerwehren auf eine ausgewogene Finanzierung geachtet werden. Doch das darf nicht dazu führen, dass sinnvolle Entwicklungen blockiert werden.

Wir von „Wir-Buerger“ unterstützen diesen Antrag ausdrücklich. Wir hoffen, dass der Stadtrat den Mut hat, sich über die Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses hinwegzusetzen und die Weichen für die Zukunft zu stellen – für eine starke, gut aufgestellte Feuerwehr und für junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung für unsere Gemeinschaft zu übernehmen.
Denn wenn wir heute nicht handeln, steuern wir auf ein deutlich größeres Problem zu: fehlenden Nachwuchs, schwächeren Brandschutz, geringere Sicherheit. Der Schutz von Leben und Gesundheit ist keine Option – er ist Pflicht. Und eine Investition von 62,50 € im Monat ist ein kleiner Preis für ein großes Stück Sicherheit.

Sprechen Sie Ihre Stadträte an. Setzen auch Sie ein Zeichen der Unterstützung für unsere Feuerwehren.

Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Nick Höfler
19.07.2025

Meinung von Stefan Trageser
HuF Stadtratsitzung vom 17.07.25

In Alzenau scheint sich nichts in Punkto Finanzlage zu ändern.

Dass der Stadtrat auch den Haushalt für 2025 in der vorliegenden Form genehmigt hat, spricht für sich und entbehrt jedem Verständnis.
Die Stadt steuert mit Vollgas auf eine Verschuldung von ca. 80 Mio € zu, genauso wie ich es vor einem halben Jahr prognostiziert hatte.
Gestern wurde vom Stadtrat festgestellt:
„… aber jetzt müssen wir wirklich anfangen zu sparen, dass kann so nicht weitergehen.“
Dieser Satz kommt jedes Jahr.
Es werden z.B. geplante Investitionen einfach durchgewunken, die um bis zu 100 % überschritten wurden. „Ist halt so“, war die Begründung der Zustimmung.
So kommt ein weiterer Fehlbetrag von TEUR 450 für den Haushalt 2025 zustande.
Außer den Grünen haben gestern alle Parteien dem weiteren unkontrollierten Geldvernichten zugestimmt.
Mit der aktuellen Buchführung ist es auch sehr einfach Ausreden zu finden, weshalb die Kosten voll aus dem Ruder laufen. – „wir wußten nicht, dass noch Rechnungen kommen“ –
( es gibt keine Rückstellungen, insofern kann man von einem Blindflug sprechen).
Die Einführung des Buchhaltungssystem „Doppik“, das für Transparenz sorgen wird, kommt wohl erst in voller Ausprägung 2029 !!

Anmerken möchte ich noch, dass wohl jede Abteilung der Stadtverwaltung einen externen Berater beschäftigt. So auch die Friedhofsverwaltung einen Berater beauftragt, der die aktuelle Kosten / Erlös-Situation analysiert.
Kosten hierfür ca. 14.000,-€.

Interessant wäre für die Bürger von Alzenau zu erfahren, wie hoch die gesamten externen Kosten für Berater sind, die sich die Verwaltung „gönnt“ respektive auch braucht.

Schlaue Menschen fragen sich, weshalb zahlen wir externe Berater, wenn wir doch dafür Personal beschäftigen und bezahlen ?

Also gilt bis 2029:
Augen zu und durch

Stefan Trageser
18.07.2025

Wie definiert das Main Echo neutrale Berichterstattung?

Eine Lokalzeitung soll ihre Leser über alle Vorgänge informieren, die in ihrer Umgebung geschehen und die für sie wichtig sind. In unserem Beispiel geht es um den länderübergreifenden Windpark Sülzert der Stadt Alzenau und der Gemeinde Freigericht.

Wir können nicht nachvollziehen, nach welchen Kriterien zum Thema „Keine Windkraft im Wald“ – allerdings an unterschiedlichen Standorten im Landkreis Aschaffenburg – berichtet wird oder eben nicht.

Vor wenigen Tagen wurde im Main Echo ausführlich zu einer Veranstaltung der Bürgerinitiative Frammersbach-Habichsthal informiert.
Das Main Echo wurde zu 3 Informationsveranstaltungen von Gegenwind Freigericht e.V., der Bürgerinitiative Albstadt und Bürgern aus Michelbach zum Thema „Windpark Sülzert“ eingeladen. Zu keiner der drei Veranstaltungen ist ein Redakteur erschienen. Dreimal wurde dem Main Echo im Anschluss eine Pressemitteilung zur jeweiligen Veranstaltung per Mail – mit der Bitte um Veröffentlichung – zugeschickt. Auch dazu wurde kein Beitrag veröffentlicht.
Die letzte Informationsveranstaltung fand am 12.3.2025 im Michelbacher Schlösschen statt und war bis auf den letzten Platz belegt. Viele Bürger hatten großes Interesse an diesem Thema, die Veranstaltung war gefüllt mit sachlichen und durchaus berechtigten Argumenten. Bürgermeister Noll war ebenfalls anwesend.
Eine Veranstaltung mit mehr als 150 Gästen ist es nicht wert??

Auf mehrfache Nachfrage beim Main Echo wurde uns mitgeteilt “Politische Veranstaltungen“ kündigen wir an, aber wir haben uns gegen eine Berichterstattung entschieden.
Veranstaltungen gegen Windkraft im Wald sind also politisch!? Wenn das so eingeordnet wird, dann sind auch die Veranstaltungen pro Windkraft politisch, die finden sich allerdings in den Berichterstattungen wieder.

Meinungsvielfalt abbilden, die Bevölkerung informieren, dabei Neutralität wahren, ist die klar definierte Aufgabe einer Zeitung!

Die Meinung großer Teile der Bürgerschaft aus Alzenau zum Thema Windkraft im Wald ist für unsere Lokalzeitung nicht erwähnenswert, hier verweigert sich das Main Echo konsequent!

Es stellt sich berechtigt die Frage: Warum?

Anders in Freigericht, die „Gelnhäuser Neue Zeitung“ kommt ihrem Auftrag nach sowohl mit Berichterstattung und der Veröffentlichung von Pressemittelungen!

Die – in unserem Fall – abgelehnte Berichterstattung vom Main Echo sollte die Leserschaft zum Nachdenken anregen, vielleicht wird der Mantel des Schweigens auch über viele andere Themen gelegt.
Lorena Gumprecht, 07.04.2025

Stefan Trageser hat die Stadtratssitzung am 27.03.25 so erlebt
Gestern wurde klar und deutlich aufgezeigt, dass die Bürger von Alzenau wenig bis kein Wissen über den aktuellen Finanzstatus unserer Stadt haben.

Der Bürgermeister hat es in seiner Amtszeit versäumt die Bürger aufzuklären, wie es wirklich finanziell um unsere Stadt steht.

Zwei Beispiele:

Wenn Diskussionen geführt werden, dass die neunen Öffnungszeiten der Bäder in Alzenau zum Unmut der Bürger führen, hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass die Stadt Alzenau de facto Pleite ist und die Bäder „eigentlich“ komplett geschlossen werden müssten.
Die Öffnungszeiten sollen sich ändern, nicht weil dort EUR 1,0 Mio. Verlust gemacht werden, sondern weil ein Bademeister fehlt.

Auch die Feuerwehr in Kälberau wartet auf ihr neues Vereinsheim, das im Rahmen der Fusion mit der Feuerwehr Michelbach von der Stadt zugesagt wurde.
Der Bürgermeister sollte der Feuerwehr reinen Wein einschenken und sagen, dass schlicht und ergreifend kein Geld mehr da ist, um das zugesagte Projekt „Alte Schule“ zu finanzieren. Das Gesamtinvest beträgt, selbst nach Förderung, ca. TEUR 900.

Ich verstehe nicht, weshalb der BM den Bürgern nicht klipp und klar sagt: „Wir können kein Geld mehr für neue Projekte ausgeben und müssen einen sehr harten Sparkurs einschlagen, sofort !“

Das am Ende der Sitzung der Haushalt 2025 von SPD, FDP, FW und den Grünen einstimmig abgelehnt wurde, ist nur die Konsequenz der Fehlleistungen der letzten 4 Jahre.
Für diese Entscheidung spreche ich den Parteien meinen Respekt aus, da sie erkannt haben, dass es so nicht weitergehen kann.

Alzenau, 28.03.2025
Stefan Trageser

Meinung zum HuF am 13.03.2025

Der Schuldenberg unserer Stadt wächst und wächst.

Gestern (13.03.25) auf der Stadtratssitzung haben der Bürgermeister und sein Kämmerer um eine Kreditlinie in Höhe von EUR 11 Mio. gebeten, um die laufenden Kosten bezahlen zu können.

Keine neue Erkenntnis ist, dass unsere Stadt pleite ist.
Aktuell ca. EUR 52 Mio. ! Tendenz stark steigend.

Der Stadtrat fährt sich in Kleinigkeiten fest, wie z. B. die Öffnungszeiten der Bäder und verkennt anscheinend den Ernst der Lage in Alzenau.

Sprachlosigkeit besteht, wenn der Stadtrat in dieser Situation über weitere Investitionen spricht, wie „ wir müssen Alzenau für die Zukunft aufstellen und sehr viele Bäume pflanzen“ so ein Antrag der Grünen. Kein Witz, das wurde genauso vorgetragen.

Nach meinem Eindruck von gestern besteht die Gefahr, dass die Stadt sogar laufende Projekte wie z. B. den Faulturm derzeit nicht zu Ende bauen kann, weil schlicht und ergreifend kein Geld mehr in der Kasse ist.

Die Stadt Alzenau ist ein Sanierungsfall !

Erschreckend war am Ende der Sitzung, dass der Bürgermeister in die Runde gefragt hat.
Zitat: „Wo soll ich den sparen ? Wenn jemand einen Vorschlag machen würde….“
Heißt im Klartext:
Er hat keinen Plan, wie er unsere Stadt aus dieser brisanten Lage managen soll.

Aus meiner Sicht war das ein Offenbarungseid des Bürgermeisters !

Stefan Trageser, Alzenau
14.03.2025

Leserbrief zum Main Echo vom 23.01.2025

Der Artikel vom 23.01.25 „Haushalt 2025 nur das Nötigste“ suggeriert den Bürgern von Alzenau völlig falsche Zahlen und Fakten.

Nach diesem Artikel denkt der Leser, die Finanzlage ist ja eigentlich gar nicht so schlimm in Alzenau.

Frau Kneller schreibt das Alzenau Schulden in Höhe von EUR 21,1 Mio hat.
Diese Zahl stimmt nicht !

Die bittere Wahrheit ist, dass die Stadt Alzenau 2025 Gesamtschulden von EUR 52,5 Mio haben wird.

Des Weiteren steht in diesem Artikel das die Stadt Einnahmen von EUR 16,9 Mio Im Vermögensplan hat.
Diese Zahl stimmt auch nicht !
Die korrekte Summe der Einnahmen belaufen sich zwischen EUR 13,4 Mio und EUR 14,6 Mio je nach Ausgangspunkt und Variante der Planung.

Der Schuldenberg der Stadt steigt unaufhaltsam weiter an. Von Sparprogrammen oder Sanierungsplänen wird nicht gesprochen, im Gegenteil.
Diesen Fakt muss man den Alzenauer Bürgern mitteilen und keine nachweislich falsche Fakten und Zahlen !

Diese Zahlen sind im Haushaltsplan für jeden, auch für das Main Echo, nachzulesen und deshalb verstehe ich nicht, wie man solche Falschmeldungen veröffentlichen kann.

Die Stadt Alzenau ist Pleite !

Stefan Trageser, Alzenau
31.01.2025

Leserbrief zum Main-Echo „Gehe zurück auf Los“  am 20.01.25
 
Ideologieneutral und betriebswirtschaftlich nüchtern hat die AVG das Photovoltaikprojekt Schimborn gestoppt. Große PV-Anlage müssen ihren erzeugten Strom selbst vermarkten und erhalten keine garantierte Einspeisungsvergütung. Heißt aber, wenn die Sonne scheint, haben wir zu viel Strom und der Preis ist niedrig. Ist der Strompreis hoch, wenn nachts auch kein Wind weht, dann steigt der Strompreis, aber man hat nichts zu verkaufen. Das ist Marktwirtschaft statt Planwirtschaft.
Mit dem baldigen Regierungswechsel in Berlin wird dies auch für Windparks gelten. Die Zeiten, in denen einzelne Windräder abgestellt wurden und trotzdem Geld für nicht produzierten Strom erhielten, sind dann vorbei. Es spielt dann auch keine Rolle, ob 2.000 oder 3.000 Volllaststunden im Jahr erreicht werden. Wenn überall der Wind weht, bekommt nur der Billigste seinen Strom verkauft. Und in den windstillen Winternächten wird der Kilowattstundenpreis zwar gigantisch hoch sein, doch wer kann dann liefern?
Diese Erfahrung werden die potentiellen Windkraftunternehmer Alzenau und Freigericht sehr schnell machen. Hoffentlich wurde dann noch nicht zu viel Geld im Projekt „verblasen“, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird.
Stromspeicher sind das Gebot der Stunde, nicht weitere Windräder.

Peter Bloett, Alzenau
28.01.2025

Leserbrief zum Artikel „Alzenau blickt tief ins Schuldenloch“ vom 19.12.2024

Die Defizite von heute sind die Steuern von morgen!
Jetzt lesen wir Alzenauer schwarz auf weiß, wie es um unsere Finanzen steht. Mehrere Millionenprojekte gleichzeitig, immer mehr Personal und kürzere Öffnungszeiten. Jetzt wird klar, alles auf Pump.
Der Artikel zeigt nur die Hälfte der Schulden. 2003 hat Alzenau Teile seiner Schulden in seine Stadtwerke geschoben. Anders als zum Beispiel bei anderen Stadtwerke GmbH´s haftet für diese Schulden aber weiterhin Alzenau selbst und bezahlen müssen das wir Alzenauer.
Für 2025 betragen dann Stadtwerke-Schulden über 27 EUR Mio. Also insgesamt 47 EUR Mio. Schulden gesamt in Alzenau. Und das bevor noch die ganzen Wünsche und Versprechungen (Feuerwehr) in den nächsten Jahren finanziert sind.

Marion Ebert, Alzenau
06.01.2025

Quo Vadis Alzenau ?
Um mir selbst ein Bild von der aktuellen Finanzsituation unserer Stadt Alzenau zu machen, habe ich an den letzten drei öffentlichen Sitzungen des Stadtrates von Alzenau teilgenommen.
Status Quo: Die Stadt Alzenau hat u.a. ein massives Finanzproblem !
Die Gesamtschulden belaufen sich auf EUR 42,5 Mio. und könnten bis 12/24 auf
EUR 51,0 Mio ansteigen. Quelle: Finanzhaushalt 2024 der Stadt Alzenau
Somit muss man die Stadt Alzenau als zahlungsunfähig respektive als insolvent bezeichnen.
Gott sei Dank kann eine Stadt nicht wirklich pleite / insolvent gehen.
Bis 2011 war die Stadt Alzenau finanziell „gesund“ und gut aufgestellt. Ab 2011 ging es nachweislich finanziell steil bergab. Jeder mag sich seine eigenen Gedanken machen, wer ab diesem Datum das Zepter der Stadt Alzenau in Händen hielt bzw. hält.
Die jährlichen Einnahmen von EUR 55 Mio. p.a sind nicht der Grund dieser Schieflage.
Allein in den letzten drei Jahren hat Alzenau fast EUR 15 Mio. mehr an Gewerbesteuern eingenommen als eigentlich geplant und die höhere Kreisumlage dafür darauf kommt erst zwei Jahre später. Also hätte Alzenau in 2023 und 2024 eigentlich ca. EUR 9,4 Mio. mehr Geld in der Kasse als geplant und trotzdem mußte der Dispo überzogen werden.
Die Stadt Alzenau hat ein massives und belegbares Kostenproblem.
Frei nach dem Motto, lasst uns mal kurz abstimmen, wird der Nachtragshaushalt für 2024 erst in der dritten (!) Sitzung „verabschiedet“, ohne ein Wort über Kostensenkung zu verlieren.
Bei diesem Schuldenberg ist das unglaublich !
Im Gegenteil, es werden sogar Maßnahmen diskutiert, die Kostenersteigerungen nach sich ziehen.
Dreimal mußte der Stadtrat zum Nachtragshaushalt 2024 abstimmen bis er mit 13 zu 12, mit einer Pro-Stimme des Bürgermeisters, beschlossen wurde. Das spricht Bände.
Heißt übersetzt, 50 % der Stadträte waren und sind gegen den Nachtragshaushalt für 2024, der auch so aus meiner Sicht nie genehmigt werden darf.
Weshalb die Hälfte der Stadträte dagegen ist, wird seine Gründe haben. Vielleicht legen sie ihre Ablehnung für die Bürger einmal offen damit Klarheit herrscht, weshalb sie, nachvollziehbar, dagegen sind.
Alle Parteien haben geschlossen innerhalb ihrer Parteien entweder dafür oder dagegen abgestimmt. Bis auf die Grünen. Von fünf Stadträten der Grünen haben vier dagegen und eine dafür gestimmt, was letztendlich zu diesem für mich nicht nachvollziehbarem und unfassbarem Ergebnis geführt hat.
Wobei hier dringend zu prüfen ist, ob diese Abstimmung überhaupt rechtlich so vollzogen werden durfte. Waren denn alle 25 Personen für dieses Thema stimmberechtigt ?
Fazit:
Die Stadt Alzenau ist ein Sanierungsfall !
Aus meiner Sicht müßte der BM umgehend die Alzenauer Bürger vollumfänglich über den aktuellen Finanzstatus in Form einer Bürgerversammlung o.ä. informieren und mitteilen, dass sofort ein harter Sparkurs eingeschlagen werden muss. Müsste er eigentlich machen, ….. aber es sind ja in Bälde Wahlen !
Allein die Personalkosten werden von 2012 bis 2025 von EUR 8 Mio. auf sage und schreibe EUR 19 Mio. ansteigen.
Ein Argument für diese enorme Kostensteigerung ist, dass u. a. die Anzahl der Beschäftigten in den Kindergärten gestiegen sei.
Ja, das mag sein, dass die Anzahl der Beschäftigten dort gestiegen ist, aber das verursacht keine Kostensteigerung in dieser Größenordnung.
Die städtischen Kindergärten verzeichnen ein Jahresdefizit von EUR 5,9 Mio.
Diese Verluste sind jedoch ohne Raumkosten ausgewiesen, was die aktuellen Verluste noch beschönigt. Die Gebäudekosten für die Kindergärten sind unter anderen Kostenstellen verbucht.
Gehören die Kosten dort hin ? Mit Sicherheit nicht.
Ein Schelm der da Absicht vermutet.
In Wasserlos wird ein neuer Kindergarten gebaut und gleich dazu noch 6 Wohnungen. Frei nach dem Motto „wenn schon denn schon und darf es ein wenig mehr sein“
Diese Wohnungen sollen an Ärzte vom Krankenhaus vermietet werden, so zumindest der „Plan“.
Fakt ist, diese 6 Wohnungen kosten die Alzenauer Steuerzahler sage und schreibe 7.000,- € pro qm(!) und müssen jetzt entgegen der ursprünglichen Planung wohl an finanziell potente Mieter (12 €/qm) vermietet werden, da die angedachte Vermietung an Ärzte nicht realisiert werden kann, respektive weil dort doch kein Interesse geweckt wurde.
In Summe hat die Stadt Alzenau mehr als EUR 2,0 Mio. alleine für diese 6 Wohnungen gezahlt. Respekt bei dieser Finanzlage !
Die Frage ist, warum und wofür braucht eine Stadt Wohnungen in dieser Preisklasse und wer genehmigt das alles, wenn eh kein Geld vorhanden ist ?
Braucht die Stadt Alzenau ein neues Logo ?
Mit Sicherheit nicht.
Das neue Logo, welches zum Weihnachtsmarkt „aufgetaucht“ ist, man kann auch sagen, dass „einfach Vollzug gemeldet“ wurde, braucht kein Mensch ! Schon gar nicht bei dieser Finanzlage, in der sich die Stadt befindet.
Das Logo einer Stadt ist ein Alleinstellungsmerkmal, das man aus meiner Sicht nie verändern sollte / darf.
Allein die Kosten für die Entwicklung, man spricht von EUR 20 TSD nur externe Beraterkosten, hätte man sich komplett sparen können.
Die nicht unerheblichen Folgekosten für das Rebranding in allen Bereichen, wie Fahnen, Fahrzeuge, Briefbögen, Homepage etc. sind hier selbstverständlich noch nicht beziffert.
Wie kann man solche Entscheidungen treffen ohne die Folge / Gesamtkosten zu kennen ?
Auch die Kostenverschiebung einzelner Kostenstellen von der „Hauptverwaltung“ in den städtischen Bauhof bringt, ohne Insider-Wissen, nur Verwirrung, wenn man sich den Finanzplan anschaut. Die interne Verrechnung hat den Vorteil, dass man irgendwann nicht mehr durchblickt und sagen kann, der Bauhof produziert zu teuer !!
Von der Kostenstelle Hauptverwaltung wurden u.a. Veranstaltungen, das Stadtfest, der Weihnachtsmarkt, die Burgfestspiele auf die Kostenstelle Bauhof „umgebucht/verschoben“, so dass dann die Stundensätze, die vom Bauhof den verschiedenen Kostenstellen wiederum in Rechnung gestellt werden enorm steigen, steigen müssen.
Dient dieses Vorgehen einem Ablenkungsmanöver, damit man sich die Hauptverwaltung nicht näher anschaut, wenn dort die Kosten und das Ergebnis nicht „passt“ ?
Diese Taschenspieler-Tricks ändern logischerweise nichts am Gesamtergebnis der Stadt Alzenau.
Ergebnis:
Die Stadt Alzenau ist pleite !
Auch möchte ich anmerken, dass der Stadtrat einer Stadt zu 100 % in der Verpflichtung / Verantwortung steht, darauf zu achten, dass alles im Interesse und zum Wohl der Bürger abläuft und Beschlüsse entsprechend gefasst / verabschiedet werden.
Hier verweise ich an die Geschäftsordnung, die auf der website der Stadt Alzenau nachzulesen ist.
Insofern erwarte ich vom gesamten Stadtrat, dass dieser sich kritisch mit den Themen befasst und dafür sorgt, dass die Ausgaben / Kosten sofort reduziert werden und das umgehend ein Sanierungsplan für die Stadt Alzenau erarbeitet wird.

Stefan Trageser, Alzenau
02.01.2025

Leserbrief vom 22.11.2024
Klinikum gründet Tochtergesellschaft / Ein Krankenhaus auf Universitätsniveau

Ich kann mich den Äußerungen des Leserbriefschreibers aus Aschaffenburg nur anschließen.
Wo bleibt das Sanierungskonzept?
Bei erneut geplanten Verlusten in 2025 in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages muss jedem klar sein, dies kann nicht nur an ausgeliehenem Personal liegen. Seit Wochen wird die Nebelkerze „Leiharbeiter im Pflegebereich“ geworfen. Stattdessen sollte der Blick auf die ausufernden und unkoordinierten Bau- und Investitionsmaßnahmen gerichtet werden. Ein Stadtrat in Alzenau meinte jüngst, dass sich die Bürger in Stadt und Land schließlich ein Krankenhaus auf Universitätsniveau wünschten und das kostet. Wann haben die Bürger dies gefordert? Für Investitionen in Kranken- und Pflegehäuser ist das Land und nicht der Bund zuständig.
Wo ist eigentlich die bayerische Gesundheitsministerin, wenn in ihrem Wahlkreis ein Desaster in der medizinischen Versorgung aufkommt, das droht etliche Gemeinden in finanzielle Not zu bringen? Lösungsansätze fehlen, stattdessen werden Präventionsvideos recycelt, die bereits von Sozialverbänden und Krankenkassen existieren.
30.11.2024

Leserbrief zum Main-Echo Artikel vom 16.11.2024
„Alzenau steht weiter ohne Haushalt da“

Leider ist schon die Überschrift falsch. Alzenau hat am 07.02.24 seinen Haushalt 2024 beschlossen und dieser hat weiterhin Gültigkeit. Ein Nachtragshaushalt war und ist nach den aktuellen Zahlen nicht nötig. Der Kämmerer erläuterte, dass Kassenkredite, über die im Februar 2024 beschlossene Kreditermächtigung hinaus, nicht erforderlich sind, überplanmäßigen Gewerbesteuereinnahmen von EUR 2,2 Mio. sei Dank.
Wozu also einen Nachtragshaushalt rückwirkend zum 01.01.2024?
Ein Nachtragshaushalt muss „unverzüglich“ beschlossen werden, wenn absehbar ist, dass der Haushalt ohne eine Änderung nicht ausgeglichen sein wird. Einzige Änderung ist aber die Erhöhung der Kreditlinie, die Angabe gemäß nicht gebraucht wird.
Im September hat der Bürgermeister ohne Kompetenz, die eingeräumte Kreditlinie mit fast EUR 4 Mio. überzogen. Darüber hat er nicht berichtet, als er die Haushaltssperre am 19.09.24 verkündete. Warum wurde damals nicht unverzüglich berichtet und gehandelt?
Durch einen rückwirkenden Nachtragshaushalt zum 01.01.24 soll diese Kompetenzüberschreitung nachträglich vom Stadtrat genehmigt werden.
Das steht aber nicht in der Vorlage.
Zu Recht hat die Mehrheit dieses Ansinnen abgelehnt.
Oder braucht der Kämmerer doch den höheren Kreditrahmen von EUR 8 Mio., um die ein oder andere vielleicht in den Büchern schlummernde Überraschung zu Weihnachten noch bezahlen zu können?
26.11.2024

siehe auch unser Artikel : Rückgrat im Stadtrat vom 14.11.2024

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