Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung / Bürgerratsfragen

In einem Bürgerbegehren haben die Freigerichter Bürger für die Prüfung, aber noch nicht die Realisierung, eines Windparks in Ihrem Wald entschieden.
In Alzenau hat der Stadtrat den Bürgern die Entscheidung abgenommen. Hier stellen wir unterschiedliche Meinungen zum Thema dar.

Interessenkonflikt
windradfutsch

Wer gibt schon gerne einen Fehler zu, der viel Geld kostete?


Was Dr. A. Legler und der gesamte Stadtrat der Stadt Alzenau zum Wind im Sülzert schon 2018 wussten, hat nun – für viel Geld – ein Windgutachten festgestellt.

„Zu wenig Wind“

 

Wirtschaftlich ließe sich ein Windpark allenfalls mit noch höheren (und gewaltigeren) Windrädern betreiben, so der Freigerichter Bürgermeister.
Mit einer Nabenhöhe von bis zu 200 Metern und einer Flügellänge von bis zu 90 Metern, ließen diese Windräder, das bisher höchste deutsche Gebäude, die Commerzbank in Frankfurt mit 259 Meter, locker hinter sich.

 

Darüber müssen nun die Stadt- und Gemeinderäte beider Kommunen entscheiden.

Doch können diese Damen und Herren frei und nur zum Wohle aller Bürger entscheiden?

 

Sollte das Projekt Windpark Sülzert abgesagt werden, droht der Verlust der Gesellschaftereinlage jeder Kommune in Höhe von jeweils 250 TEUR, so der Alzenauer Bürgermeister auf Nachfrage.

Doch warum hat man diese Projektgesellschaft ohne Not gegründet und 250 TEUR eingezahlt, als noch nicht einmal eine Windmessung abgeschlossen war? Üblicherweise gehen Projektentwickler mit diesen Kosten in Vorleistung. Das ist das unternehmerische Risiko einer Projektentwicklungsgesellschaft.

 

Nicht so beim Windpark Sülzert.

Da haben clevere Unternehmer die Kommunen schon frühzeitig zur Kasse gebeten und so zumindest 50 % des unternehmerischen Risikos auf die Bürger abgewälzt.
Es gab andere Anbieter, die eine „Vorfinanzierung durch die Kommunen“ nicht forderten.

 

So könnten die Bürgervertreter mit ihrer übereilten Gründung der Projektgesellschaft einen Schaden von 250 TEUR je Kommune verursacht haben.
Bei 25:0 Ja-Stimmen für die Projektgesellschaft ist die Rechnung in Alzenau einfach. Komplizierter wird es im Freigericht, mit einigen Nein-Stimmen und mehr Gemeinderatssitzen.

 

Können angesichts dieses persönlichen Haftungsrisikos die Bürgervertreter, unvoreingenommen und allein dem Wohle der Bürger dienend, abstimmen oder haben manche einen Interessenkonflikt?

Ist es sinnvoll, dass die Bürgervertreter, die mit ihrer Entscheidung zum Windpark beim ersten Wurf daneben lagen, nun 4 Monate vor der Kommunalwahl nochmals entscheiden sollen?
1/3 der aktuellen Alzenauer Stadträte werden nicht mehr im nächsten Stadtrat sitzen, da sie sich nicht mehr um ein Mandat bewerben. Weitere Veränderungen in der Zusammensetzung sind nicht unwahrscheinlich.

 

Es wird sich am 11.11.25 im Rathaus Somborn zeigen, wie die Bürgervertreter beider Kommunen in einer (noch) öffentlichen Sitzung mit dem Thema umgehen.

 

Wirbuergeralzenau unterstützen daher die Initiative für einen Bürgerentscheid über den Windpark Sülzert, zumindest für den Alzenauer Teil.

Noch fehlen ein paar Unterschriften.
06.11.2025

Unterstützung des 1. Bürgerbegehren Alzenaus

Start der Unterschriftenaktion zum Bürgerentscheid Windpark Sülzert

Die Unterschriftsammlung für einen Bürgerentscheid zum Windpark Sülzert ist gestartet. Selbst der Bürgermeister hätte gerne für eine Entscheidung durch die Bürger zum Windpark unterschrieben, wenn die Frage andersherum gestellt worden wäre.

Dabei hätte er die Frage gemeinsam mit dem Stadtrat am 25. September 2025 selbst formulieren können, wenn er gewollt hätte.

Wir Alzenauer Bürger haben nun die Möglichkeit uns dafür einzusetzen, dass wir über die Frage eines Windparks Sülzert entscheiden und nicht andere.

Wer für mehr Demokratie ist, der kann sich das Unterschriftenblatt bei uns herunterladen

Bürgerbegehren Windpark Alzenau

 ausfüllen und unterschreiben.

Das Original ist dann zu schicken oder einzuwerfen:

  • Lorena und Torsten Gumprecht, Am Erlenborn 25, 63755 Alzenau – Michelbach
  • Dieter Wombacher, Neuseser Str. 4a, 63755 Alzenau – Albstadt
  • Peter Bloett, Messmerstr. 15, 63755 Alzenau – Alzenau
  • M.Richter, Neue Strasse 18a, 63755 Alzenau – Kälberau

Macht mit für mehr Demokratie in Alzenau

Ob ihr nun für oder gegen einen Windpark im Wald seid

26.10.2025

WBA unterstützt das erste Bürgerbegehren Alzenaus

Einige Alzenauer Mitbürger haben beim Stadtrat beantragt, dass über die Realisierung des Windpark Sülzert alle Alzenauer in einem Bürgerentscheid entscheiden. 


wirbuergeralzenau begrüssen diese Form von direkter Demokratie.
So wird Gemeinwesen und Demokratie gestärkt.

Pech gehabt, Albstadt

„… wenn es sie erwischt, dann tut es mir sehr leid, aber wo sollen wir die Dinger sonst hinstellen“, so lapidar antwortet der bayr. Wirtschaftsminister und FW-Vorsitzende Aiwanger auf die vorgetragenen Sorgen eines jungen Albstädter Mitbürgers in der Sendung „Jetzt red i“ am 30.07.25 in Albstadt.

Als kleinster Ortsteil Alzenaus soll Albstadt alle drei Projekte der Energiewende stemmen, nämlich
„Windpark Sölzert“,
„Freiflächen-PV-Anlage“ und ein
„Umspannwerk von einer Größe von 30 ha“.
Zum Vergleich, das neue Wellpappe-Areal im Industriegebiet Alzenau Nord hat ca. 15 ha Fläche.

Eine Reise zum ehemaligen Tageabbau in der Lausitz (auf Einladung der bayrischen Landesregierung?) empfahl der Energieminister, um die Bürger dort zu fragen, ob sie das lebenswert finden.

Da fehlt dem Minister der historische Hintergrund.
Den Braunkohleabbau in der Lausitz (Brandenburg / Sachsen) ordnete die SED-Führung von Berlin aus an. Bürgerbeteiligung damals weder politisch noch wirtschaftlich (so ein Zufall, hatten die Genossen doch recht gehabt).
So stellen sich Politiker also Infrastrukturprojekte vor.
Erst vor einigen Tagen schlug Herr Aiwanger

„eine Einschränkung, zumindest aber ein dreijähriges Aussetzen des Verbandsklagerechts für Infrastrukturvorhaben insbesondere im Energiebereich“ vor.
Chinesische Verhältnisse, wo von oben durchregiert wird.

„Abgesehen davon, dass dies gegen nationales und internationales Recht verstoßen würde, wäre dieser Angriff auf die Klagerechte eine Beschädigung der Stabilität unserer Gesellschaft“, so Greenpeace Bayern.

Selbst für Laien verständlich hat ein Vertreter von Tennet erläutert, dass die Umspannwerke dort errichtet werden, wo
viel Strom erzeugt oder verbraucht wird.

Ob ein Umspannwerk nach Albstadt kommt, hat die Politik, laut Herrn Aiwanger, nicht in der Hand, denn das ist technisch getrieben.

D. h., wenn im Sülzert ein Windpark und/oder eine Freiflächen-PV entsteht, dann ist ein Umspannwerk in der Nähe unausweichlich, um den Strom „abzutransportieren“, denn mittels Lkw funktioniert das nicht.

Der Alzenauer Stadtrat hat kein politisches Mandat eine derart weitreichende Entscheidung zu treffen.

Im Mai 2017 hat sich der Alzenauer Stadtrat mit 22:0 gegen die damals auf hessischer Seite geplanten 4 Windräder ausgesprochen.
„Zu wenig Wind“ und der „Naturpark Spessart wurde von den hessischen Planern nicht ausreichend gewürdigt“, so die einstimmige Begründung.

Daher haben wir beim Stadtrat am 05.07.2025 beantragt, die Entscheidung über den Windpark Sölzert in einem Bürgerbegehren uns Bürger zu überlassen.
(Der Antrag ist unter „Quellen“ abgelegt)

Wenn der Stadtrat sich gegen ein Bürgerbegehren (sog. Ratsbegehren) entscheidet, dann werden wir die nötigen Unterschriften der Alzenauer Bürger sammeln, damit wir Bürger darüber entscheiden und nicht ein Stadtrat, der sich vor 8 Jahren vehement gegen Windräder im Wald ausgesprochen hat und dafür gewählt wurde.

Lorena Gumprecht Torsten Gumprecht Dieter Wombacher

31.07.2025

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