Kommunalwahl
Infos und Recherchen
Veröffentlichungen zur Kommunalwahl
Inhaltsverzeichnis
- Abstimmung mit Nähe / Private Interessen und Windpark-Beschlüsse
- Faktencheck Podiumsdiskussion 19.01.26 Kolping
- Was sind „rentierliche Schulden“? / Nur 50% der Schulden des Betriebsteils „Stadtwerke“ sind durch Gebühren refinanziert
- Provokant/ Fehler verschweigen führt nie zu Besserung; wenn Informationen über Missstände provokant sind ist dies nur positiv
- Neujahrsempfang 2026 Recap / Neujahrsempfang 2026 für 10.000 Euro trotz klammer Kasse mit vielen Geladenen Nicht-Alzenauern
- Glattziehen / Kein Nachtragshaushalt für 2025; Warum das für alle Alzenauer wichtig ist; weil es um die verfügbaren Mittel für ein „lebenswertes Alzenau“ (Vereine und Soziales) geht und weitere Schulden keine Lösung sind
- Haushaltsreste /Was dieser Begriff aus der Kameralistik für die Alzenauer Finanzlage bedeutet
- Die Mindest-Mindestpacht Aus dem Stadtrat 18.12.2025
- Alzenauer Weihnachtsrätsel 2025 „Finde diesmal EUR 50 Mio.“
- Haushalt 2025: 7 Monate später und EUR 8,3 Mio. weniger in der Kasse
- Transparenz fordern? Warum erst nach der Wahl?
- Eine weitere neue politische Bewegung? FW in Alzenau will jetzt PWG genannt werden
- Wir machen Schluß mit dem Schuldenkreislauf
- Bürgerversammlung 21.10.25 (Zweiter Teil)
- Bericht zur Bürgerversammlung vom 21.10.25 mit vertiefenden Hintergrundinformationen
- Haushaltsdefizit EUR 5 Mio.
- 80 EURO- Danke für Nichts
- Trittbrettfahrer
Abstimmung mit Nähe
Private Interessen und Windpark-Beschlüsse
Wer die Stadtratssitzung am 18.12.2025, wie wir, persönlich verfolgte, der erinnert sich, dass die Spitzenkandidatin der GRÜNEN sich vehement für eine noch stärkere Absenkung der Mindestpacht beim Windpark Sülzert einsetzte.
Auch wenn der Stadtrat dem nicht folgte, so wurde die vertragliche Mindestpacht je Kommune von 1.000 TEUR auf 350 TEUR, also um 65 % gesenkt.
Jeder EURO weniger Pacht bedeutet 50 ct weniger Einnahmen je Kommune.
Doch in unserem Wirtschaftssystem ist das Geld nicht weg, es hat nur ein anderer.
Im Falle des Windparks Sülzert die Betreibergesellschaft, denn
jeder EURO weniger Pacht(kosten) heißt ein EURO mehr Gewinn.
Die Anteile an dieser Betreibergesellschaft stehen noch nicht fest.
Geplant ist:
40,0 % Land und Forst + Lintas (50 % Octopus Energy Group)
10,0 % EVA Energieversorgung Alzenau (Gesellschafter 70 % E-on)
12,5 % Stadt Alzenau
12,5 % Gemeinde Freigericht
25,0 % Bürgerbeteiligungen
Wenn Alzenau daher auf 50 ct Pachteinnahmen verzichtet, kommen 12,5 ct als Gewinnausschüttung in die Stadtkasse, da der Gewinn nach den Gesellschafteranteilen aufgeteilt wird.
Die Entscheidung in die Betreibergesellschaft einzusteigen, ist allerdings Angabe gemäß noch nicht gefallen.
Der Stadtrat hat also am 18.12.2025 ohne Not beschlossen,
650 TEUR x 30 Jahre = EUR 19,5 Mio. potenzielle Pachteinnahmen in die Betreibergesellschaft zu schaufeln, damit den Anlegern dort 7 % Rendite versprochen werden könnten.
Nicht alle Alzenauer werden es sich leisten können, in diese Bürgerbeteiligung zu investieren. 7 % sind im heutigen Zinsumfeld mehr etwas für risikofreudige Anleger.
Um aber bei der Betreibergesellschaft dabei zu sein, muß eine Eintrittskarte gelöst werden. Dies erfolgt in Form von Eigenkapital bspw. als Gesellschaftereinlage, zuletzt mit EUR 2,5 Mio. der Stadt Alzenau geplant.
Da Alzenau – wie bekannt – gerade nicht sehr flüssig ist, planen Bürgermeister und Stadtrat eine Finanzierung über eine sog. „Vorauspacht“, d. h. eine Bank beleiht oder kauft die künftigen Pachteinnahmen der Stadt.
In 10 Jahren soll die Bank ihr Geld zurückhaben, zzgl. Zinsen versteht sich.
Im ersten Jahr heißt das
250 TEUR Tilgung
75 TEUR bei 3 % Zinsen auf EUR 2,5 Mio.
325 TEUR an die Bank
Da bleibt nicht viel von 350 TEUR Jahrespacht übrig.
Der Zinsaufwand sinkt um 7,5 TEUR jährlich und so steigert sich der Nettoerlös jedes Jahr. Erst im 11. Jahr fließt dann die volle Pacht von 350 TEUR in den Stadtsäckel.
Während die Pachteinnahmen vollständig steuerfrei im Haushalt der Kommunen bleiben, muss aus den dann höheren Gewerbesteuereinnahmen in Alzenau etwa die Hälfte als Kreisumlage an den Landkreis abgeführt werden.
Auch hier gilt: Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer, der Landkreis.
Jeweils 12,5 % der Anteile an der Betreibergesellschaft sollen an Bürgerbeteiligungen in Alzenau bzw. Freigericht gehen.
Eine Genossenschaft, die sich um diese Anteile bemühen will, ist die
BLA Bürgerenergie im Landkreis Aschaffenburg eG.
Deren stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Ehemann der grünen Spitzenkandidatin, die sich auch eine noch geringere Mindestpacht vorstellen könnte, um die Rendite der Betreibergesellschaft zu erhöhen. Mit einem weiteren Vorstand der BLA ist die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Alzenauer Stadtrat liiert.
Wie politischer Anstand geht, hat der 3. Bürgermeister eine Woche zuvor gezeigt.
Weil ein anzuschaffendes Feuerwehrfahrzeug bei seinem Arbeitgeber aufgerüstet wird (Werkstattleistung unter 5.000 EUR) hat er nicht im Ausschuss abgestimmt. Schon den Anschein der Befangenheit wollte er richtigerweise vermeiden.
Wenn aber bei einem angestrebten Windparkprojekt EUR 19,5 Mio. sichere Pachteinnahmen aus der Stadtkasse zum Aufpeppen der Rentabilität in die Betreibergesellschaft (an der Alzenau noch nicht sicher beteiligt sein wird) verschoben werden, dann haben andere Stadträte kein Problem damit, dass ihnen nahestehende Personen Interesse an der Betreibergesellschaft haben.
Die Entscheidungen könnten direkte Auswirkungen auf die Rendite des Projekts haben und werfen damit Fragen nach Transparenz und Interessenkonflikten auf.
22.01.2026
WBA Faktencheck zur Podiumsdiskussion 19.01.26 Kolping
Wir machen den Faktencheck zu Aussagen in der Podiumsdiskussion vom 19.01.26 im Maximilian-Kolbe-Haus:
Sanierung der Tartanbahn im Prischoßstadion
Peter Bloett meinte die Sanierung der Tartanbahn würde EUR 1,5 Mio. kosten. Herr Noll behauptete, die Sanierung habe nur 300 TEUR gekostet.
Check:
Ein öffentlicher Beschluss zur Sanierung ist nicht auffindbar.
Im HH 2023, Finanzplan 2022-2026 gibt es eine Position Tartanbahn mit 500 TEUR, bei 100 TEUR Förderung.
Die Lokalzeitung berichtete am 03.05.23 von einer (nicht-öffentlichen) Begehung, bei der die genannten Kosten, von bis zu EUR 2 Mio. jede Vorstellungskraft des Stadtrates sprengte.
Der „Testballon“ (O-Ton Noll) einer Sanierung für zwei Bahnen kostet 85 TEUR.
Welchen Betrag der Bürgermeister bisher aufwendete ist nicht bekannt.
Zusatzkosten Wellpappe-Tauschvertrag
Strittig waren die zusätzlichen Aufwendungen des Tauschvertrages neben dem Aufgeld von EUR 4 Mio.
Check:
Da wir den zunächst veröffentlichen Beschluss unter Klageandrohung der Stadt Alzenau nicht mehr unseren Mitbürgern zugänglich machen und auch eine wörtliche Übernahme von Textpassagen untersagt wurde, folgender Faktencheck (21.01.2026, 19:58):
In der Bürgerversammlung vom 21.10.2025 in Michelbach bestätigte Herr Noll ausdrücklich Aufwendungen für Ab- und Zuwasserversorgung im Zusammenhang mit dem Tauschvertrag in Höhe von 1,5 Mio. Euro und 2,6 Mio. Euro. Weiter bestätigte er, dass der Gesamtbetrag über 8,1 Mio. Euro somit vorfinanziert werden muss.
Jederzeit auf Youtube Stadt Alzenau (1:43) abrufbar.
Nachrichtlich:
Die Listenbewerberin auf Platz 23 der CSU-Stadtratsliste behauptete dazu, dieser Beschluss sei von uns gefälscht. Dabei hatten wir die Richtigkeit der darin enthaltenen Zahlen bei BM und Stadtrat angefragt, um die Authentizität des Dokuments zu prüfen.
Immobiliengutachten Burggrundstück „the rock“
Herr Noll bestritt am 19.01.26, dass es ein Immobiliengutachten zum Burgrundstück gibt, das das Grundstück als nicht marktgängig einstuft, was bedeutet, dass das Grundstück für einen privaten Investor wenig attraktiv ist.
Check:
Ein Dokument, aus einer nicht-öffentlichen Sitzung, das uns anonym zugeleitet wurde, steht damit im Widerspruch zur Einschätzung des Stadtrates im Haushalt 2025, die einen Grundstückserlös über dem Bodenrichtwert als realistisch wertet.
Nur die SPD wirbt in ihrem Wahlprogramm noch ausdrücklich für Mehrgenerationenwohnen auf dem Burgareal. Die anderen Fraktionen sind dazu sehr, sehr still geworden.
Wir hätten auch schon einen Namen für das von der SPD angedachte Wohnquartier: „Wolkenkuckucksheim“.
Verzicht auf Architektenwettbewerb altes Wellappenareal
Peter Bloett sprach sich gegen Architektenwettbewerb mit Preisgeld aus, (vgl. auch Wahlprogramm WBA).
Herr Noll behauptete, dies sei europarechtlich zwingend.
Check:
Natürlich sind gesetzliche Vergaberichtlinien zu beachten.
Aber die Auslobung eines sechsstelligen Preisgeldes ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Historie:
Alzenau hatte für dieses Areal schon einmal einen Architektenwettbewerb mit Preisgeld. Gewonnen hatte der Vorschlag einer Kulturhalle in Form eines Klavierflügels. Teile des Preisgeldes zahlte damals die Reg. v. Ufr. Bekanntlich wurde der Plan nie umgesetzt.
Daher hat die Reg. v. Ufr. diesmal ihre Beteiligung am Preisgeld davon abhängig gemacht, dass der Siegervorschlag auch umgesetzt wird.
Sonst trägt Alzenau das Preisgeld alleine.
- Dokumente (auf Aufforderung und Klageandrohung der Stadt gelöscht 21.01.26)
- Die Berechtigung der Löschungsaufforderung klären wir derzeit noch.
20.01.26
Was sind "rentierliche Schulden"?
Auch rentierliche Schulden, werden von den Bürgern gezahlt und nicht vom „Staat“
Ruhig ist es geworden um die Partei, die sich auf Bundesebene gerne als die „Gralshüterin der Schuldenbremse“ dargestellt hat.
Das Steckenpferd einer FDP-Stadträtin sind sogenannte „rentierliche Schulden“.
Wirbuergeralzenau wurden gefragt, was rentierliche Schulden sind.
Wer, wenn nicht wirbuergeralzenau, mit über 50 Jahren Bankerfahrung in unseren Reihen, könnte das einfach und verständlich erklären?
Zunächst einmal rentieren sich die Schulden in erster Linie und am allermeisten für den Kreditgeber, also die finanzierende Bank. Die bekommt für diese Schulden Darlehenszinsen und erwirtschaftet so ihre „Rendite“.
Besonders hoch ist die Rendite dabei für die Bank, wenn sie das Darlehen nicht tilgen lässt und so über die gesamte Laufzeit auf den vollen Betrag Zinsen (zuletzt 3 % p.a.) bekommt. Man nennt es Bausparvorausdarlehen.
Die mickrigen Sparzinsen (0,1 % p.a.) für die Ansparsumme des dazugehörigen Bausparvertrages kann man dabei im aktuellen Zinsumfeld getrost unter den Tisch fallen lassen.
Bei Kommunen unterscheidet man bei den Schulden nach dem Finanzierungszweck, also was mit den aufgenommenen Schulden finanziert wird. Wo wird mit den Schulden investiert?
Wenn aus dem schuldenfinanzierten Objekt konkrete Einnahmen erwirtschaftet werden und diese Einnahmen die Finanzierungskosten (Zins und Tilgung = Schuldendienst) vollständig decken, dann nennt man dies „rentierliche Schulden“.
Auch beim Umfang dieser „rentierlichen Schulden“ herrscht viel Unwissenheit.
90 % der Stadtwerkeschulden rentierlich, so vermutete die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses am 11.12.25.
Weit gefehlt, denn es sind nur 50 % der Schuldenlast, wie der Betriebsleiter erklärte.
Doch woher kommen die Einnahmen für den Schuldendienst?
Von den Nutzern des Investitionsobjektes.
Im Falle der Stadt Alzenau, im Betriebsteil derStadtwerke, also im Wesentlichen allen Nutzern des Alzenauer Abwasser- / Kanalsystems.
Also eigentlich von allen Alzenauer Bürgern.
Entweder als Eigentümer direkt über die Kanalgebühren oder als Mieter über die Nebenkosten der Miete.
Bei besonders hohen Investitionen, zum Beispiel der Erneuerung eines Faulturmes, kann die Stadt einen sog. Verbesserungsbeitrag von allen Angeschlossenen erheben.
Aber nur solange die Verbesserungsmaßnahme noch nicht fertig, also abgeschlossen ist.
Zuletzt haben viele bayerische Kommunen diese Möglichkeit genutzt, um hohe Schulden zu vermeiden. Da droht den Eigentümern schnell ein fünfstelliger EURO-Betrag pro Kanalanschluss.
„Unrentierliche Schulden“ sind dagegen solche, die nicht eindeutig besonderen Nutzern zugeordnet werden können, also (auch) von Allen getragen werden müssen.
Aber erwirtschaften müssen wir Bürger immer alle Kosten, ob nun Kanalgebühr, Grundsteuer oder Friedhofsgebühr draufsteht.
Und unsere anteiligen Einkommensteuern, die die Kommune bekommt, gehen dafür ebenso drauf, wie auch die Gewerbesteuern.
Für die Bank rentieren sich die Schulden so oder so.
Und bei Darlehen der Stadt von insgesamt EUR 17,3 Mio. erhält die Sparkasse die volle Zeit (bis zu 15 Jahre lang), den vollen Zinssatz, auf die volle Summe, da die „Bausparvorausdarlehn“ erst am Ende getilgt werden.
Das rentiert sich.
14.01.2026
Provokant
Wenn es zum Wohl aller Alzenauer nötig ist, provozieren wir auch
Fehler verschweigen führte noch nie zu Besserung
„Provokanteste Wählergruppe“ war das Etikett, das die Lokalpresse uns zunächst anheften wollte.
„Provocare“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet bspw.:
„Etwas zum Vorschein bringen“ oder
„ad proelium provocare“ = Zum Wettkampf auffordern.
Schließlich wurde die Überschrift zum Artikel über uns gewechselt. Vielleicht hatte jemand „provokant“ gegoogelt.
Warum „Provozieren“ wirbuergeralzenau?
Weil es wichtig ist, dass Fehler aufgezeigt werden, denn schon die alten Griechen sollen gewusst haben,
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.
Welche Wirkungen unsere Arbeit der letzten drei Jahre habe, wollte die Mitarbeiterin der Lokalzeitung von uns wissen, also was wir konkret „provoziert“ haben.
Da, sicher nur aus Platzgründen, nicht alles in der Zeitung stehen konnte, hier unsere vollständige Antwort:
- Nichtbesetzung bereits genehmigter zusätzlicher 2,6 Beamtenstellen
- Erstmalige Kenntnis des Stadtrates über künftige Pensions- und Beihilfeverpflichtungen (Eine Information, die das Rathaus bis Mitte 2025 selbst nicht hatte und nicht wissen wollte)
- Aufdeckung geschäftsordnungswidrigen Verhaltens des Bürgermeisters am Stadtrat vorbei bspw:
- Jerusalemreise des Bürgermeisters mit MA der Pressestelle
- Veranstaltung Host-town ohne Genehmigung des Stadtrates
- Eigenmächtige Entwicklung eines neuen Stadtlogos ohne Einbindung des Stadtrates mit Kosten in Höhe von EUR 20.000
- Erfolgreiche Aufforderung zur finanziellen Beteiligung des Landkreises an den Host-town-Kosten, 18 Monate nach Ende der Veranstaltung. Einnahme im niedrigen fünfstelligen Bereich
- Aufzeigen der finanziellen Unmöglichkeit des Umbaus der Alte Schule Kälberau, trotz „Bürgermeister(ehren)wort“
- Erstmalige Erstellung und Offenlegung eines Liquiditätsplanes, der aufzeigte, dass sich die Stadt nur durch Nichtzahlung der Kreisumlage finanziell über Wasser halten kann. Mangels Liquidität sollten in der Spitze bis zu vier Monatsraten der Kreisumlage (4 x 1.475 TEUR = EUR 5,9 Mio.) nicht pünktlich gezahlt werden. In diesem Zusammenhang haben wir erfahren, dass das Nicht-Agieren des Kreiskämmerers trotz Verzug nicht „Stundung“ genannt werden darf.
- Veröffentlichung der Schulden-/ Finanzsituation der Stadt 2025 nach monatelangem Vorenthalten der betreffenden „Anlage 5“
- Aufdeckung, dass für das Tauschaufgeld an die Wellpappe von EUR 4 Mio. keine Rücklage gebildet wurde
- Offenlegung der Tatsache, dass dem Bauherrn des neuen Wellpappenwerks insgesamt EUR 4,1 Mio. Erschließungskosten erlassen wurden
- Bewusstmachung, dass für den heutigen Zustand des Burggrundstücks „the rock“ fast EUR 1,8 Mio. gezahlt wurden zzgl. jährlicher Zinsen; ein Objekt, dass wirtschaftlich unbebaubar ist, wie ein Gutachter feststellte
- Verdeutlichung, dass die Stadt „bezahlbaren Wohnraum“ auf der KiTa-Sonnenland für über 7.000 EUR/qm Gestehungskosten (ohne Grundstück) schafft.
- Wir haben verhindert, dass diese 6 ETW in die Wohnungsbau-Tochter überteuert verschoben werden, ohne das Kredite zurückgeführt werden
- Information über die Kosten des Neujahrsempfang von 10.000 EUR,
- des Weihnachtsessens von 5.000 EUR und
- der Kosten der Freikarten Burgfestspiele für Stadträte zu 3.000 EUR
Und ganz aktuell:
- Beginn der öffentlichen Haushaltsberatungen 2026 erst durch unser Nachfragen, nachdem man sich im Stadtrat schon am 13.11.25 auf eine Beratung nach der Kommunalwahl 2026 verständigt hatte.
- Das Thema „Kündigung der BRK-Leistelle“ kommt an die Öffentlichkeit, nachdem der Stadtrat dazu bisher nur nicht-öffentlich getagt hatte;
- ebenso der Umstand, dass der Neubau des Feuerwehrhauses in Alzenau weit nach hinten geschoben ist, weil die Antragsunterlagen fehlerhaft waren
- Wirbuergeralzenau protokollieren die Bürgerfragestunde, nachdem die Demokraten im Stadtrat diese Informationsquelle für alle Bürger abgeschafft haben und nochmals ausdrücklich beschlossen, diese nicht wieder einzuführen.
Ein Stadtratsmitglied brachte es uns gegenüber einmal auf den Punkt:
„Ihr macht das, was eigentlich unsere Aufgabe als Stadtrat wäre.“
Touché !
Bei der Kandidatenvorstellung der etablierten Fraktionen dagegen, wurden die „Folgen für Alzenau“ nicht aufgezählt. Dabei gebe es genügend:
- Rekordverschuldung mit über EUR 60 Mio., Tendenz steigend
- Jährliches Haushaltsdefizit von über EUR 5 Mio. (lt. 3. Bürgermeister)
- Kein neues Feuerwehrhaus Alzenau
- Kein Hochwasserschutz
- Keine Hallen- und Sportplatzsanierung
- Keine Rücklagen für Straßensanierung
Und das alles
trotz Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer in Millionenhöhe
Unser Überschrift dazu würde knapp ausfallen:
„Verantwortungslos“ und „Gescheitert“
auf Lateinisch
„Inconstantia“ und „Mortuus“
Leider wurden nun drei Jahre Zeit vergeudet, in denen man ablenken wollte, indem man WBA „respektlose Miesmacherei“ vorwarf.
Zeit und damit auch Geld, das nicht für Vereine, Kultur, Gesellschaft und Soziales verwendet werden konnte.
Wirbuergeralzenau stoppen das Geldverbrennen, als ersten Schritt zum Erhalt eines lebenswerten Alzenau.
Gemeinwohl ist die ursprünglichste Aufgabe der Kommune.
Viele unserer Kandidaten sind bereits sozial engagiert.
Selbstverständlich sind wir für
- aktives Gesellschaftsleben,
- lebendige Vereine,
- eine gute Kinderbetreuung,
- Mitnehmen der Senioren und
- sozialen Wohnungsbau.
Aber wirbuergeralzenau wissen, Geld regnet es nicht vom Himmel.
Berlin und München werden kein Geld schicken.
Wirbuergeralzenau engagieren uns, damit in Zukunft der Satz des Kämmerers,
„und dann war kein Geld mehr da“
im Sitzungssaal des Alzenauer Rathauses nicht mehr gehört wird.
08.01.2026
Neujahrsempfang 2026 Recap
Kinder, wie die Zeit vergeht
Zwischen der Art des Feierns liegen 15 Jahre und EUR 50 Mio. Schulden
Angabegemäß 600 Bürger wollten beim Neujahrsempfang 2026 defilieren.
Defilieren kommt aus dem Französischen und ist ein
feierlicher Vorbeimarsch oder eine Präsentation, oft an hochgestellten Persönlichkeiten
Wirbuergeralzenau orientieren uns da mehr an dem französichen Motto:
Liberté, Égalité, Fraternité
Gerade in Zeiten, in denen aus Kostengründen traditionelle Veranstaltungen, wie bspw. der Suppenschulball, abgesagt werden, kann sich die Politprominenz des bayr. Untermains auf Alzenau verlassen.
Während andere Rathäuser mit einem schlichten Rednerpult in einer bestuhlten Mehrzweckhalle auskommen, zeigt Alzenau wie „stilvolles Feiern in berauschendem Ambiente“ geht.
Von nah und fern folgen Kommunalpolitiker dem Ruf in die Alzenauer Prischoßhalle zum 01.01. des Jahres. Das lässt sich kaum ein Politiker entgehen und bringt dazu gerne die Familie mit.
Sicher freuen sich einige Alzenauer über die vielen Dankesmails der Politiker, stellvertretend an den1. Bürgermeister.
Weniger gefreut haben sich viele kleine Alzenauer.
Denn zum Aufbau des „Festsaals“ war die Sporthalle für zwei Wochen für sportliche Aktivitäten gesperrt, wie uns aus einem Alzenauer Sportverein geklagt wurde. Wenn sie älter sind, werden sie sicher verstehen, wieso der Neujahrsempfang für Alzenau wichtig und teuer ist.
Wie im Vorjahr werden wirbuergeralzenau uns in der ersten Bürgerfragestunde selbstverständlich wieder beim Bürgermeister nach den Kosten der Sause erkundigen und nachfragen, wie prall das Spendenschwein in diesem Jahr von den 600 Gästen gefüllt wurde.
Weniger als im Vorjahr wird es nicht sein, als nicht ein einziger Cent im Sparschein landete.
Uns wird oft vorgeworfen, zu sehr auf Sparsamkeit beim Umgang mit dem Geld der Alzenauer Bürger zu pochen.
Diese Veranstaltung, in dieser Art und Weise, wollen wirbuergeralzenau tatsächlich einsparen. Dazu stehen wir.
Denn wem nutzt diese Selbstdarstellung
02.02.2026
Glattziehen
Kein Nachtragshaushalt 2025
Warum ist das für alle wichtig?
Im Haupt- und Finanzausschuss am 11.12.25 präsentierte die Kämmerin die vorläufigen Zahlen zum Haushalt 2025:
Gegenüber dem Haushaltsbeschluss vom 21.05.25 fehlen
- EUR 4 Mio. Einnahmen aus Gewerbesteuer,
- EUR 3,8 Mio. Erlöse aus Grundstücksverkäufen.
Dafür wurden bei der geplanten Kreditneuaufnahme
statt EUR 5 Mio. voraussichtlich EUR 6,7 Mio.,
also EUR 1,7 Mio. mehr, aufgenommen.
Wie das funktioniert haben wir schon in unserem Beitrag „Haushaltsreste“ dargestellt.
Dass die Summe genau dem angeblich „realistischen Erlös“ aus dem Verkauf des Burggrundstück, „the rock“, entspricht, ist sicher nur ein Zufall.
Einige Stadträte fragen nun uns Bürger, wie man es künftig vermeiden kann, dass angesetzte Verkaufserlöse nicht kommen.
Ganz einfach:
Wenn ein Immobiliengutachter ein Grundstück für nicht „marktgängig“, also unverkäuflich, bewertet, dann sollte man dafür keine Einnahmen im Haushaltsplan ansetzen, nur damit man sich Wünsche erfüllen kann.
Wie die fehlenden Einnahmen von insgesamt fast EUR 8 Mio. letztlich gegenfinanziert wurden, wird sich erst zeigen, wenn die Inanspruchnahme der Kassenkreditlinie zum 31.12.25 von bis zu EUR 9,2 Mio. veröffentlicht wird.
Gerne hätten wir natürlich erfahren, was die Kämmererin mittels Nachtragshaushalt 2025 „glattziehen“ wollte. Doch das wird wohl ihr Geheimnis bleiben, denn die bayerische Gemeindeordnung ist da sehr klar.
Art. 68 GO „Nachtragshaushaltssatzungen“ bestimmt im Absatz 1:
Die Haushaltssatzung kann nur bis zum Ablauf des Haushaltsjahres durch Nachtragshaushaltssatzung geändert werden.
Auch ein juristischer Laie weiß,
„bis zum Ablauf des Haushaltsjahres„
heißt
„bis zum 31.12. des Haushaltsjahres“.
Und da eine Nachtragshaushaltssatzung, genau wie eine reguläre Haushaltssatzung, hohe formale Anforderungen hat, genügt auch kein Beschluss des Stadtrates im stillen Kämmerlein kurz vor Silvester.
Sollte, wie im Vorjahr, mittels Nachtragshaushalt eine kompetenzwidrige Kontoüberziehung in Millionenhöhe nachträglich geheilt werden?
Oder dem Haushaltsrecht des Stadtrates entsprochen werden?
Denn nur der Stadtrat und nicht der Bürgermeister darf im Falle von Mindereinnahmen entscheiden, welche Baumaßnahmen mangels Geldmittel nicht ausgeführt werden. Die Kämmererin berichtete am 11.12.25, dass in 2025 statt geplanten Baumaßnahmen von EUR 6,5 Mio. nur Ausgaben von ca. EUR 4,2 Mio. dafür angefallen sind.
Wer hat entschieden, welche Baumaßnahmen i.H.v. ca. EUR 2,3 Mio. in 2025 nicht ausgeführt wurden?
Wenn erkennbar ist, dass der Haushaltsausgleich gefährdet ist, hat die Stadt unverzüglich eine Nachtragshaushaltssatzung zu erlassen.
So die bayerische Gemeindeordnung.
Schon am 17.07.25 berichtete der damalige Kämmerer, dass in 2025 voraussichtlich Mindereinnahmen von EUR 4,6 Mio. bei den Gewerbesteuern drohen.
Doch wer wollte schon am 17.07.25, wie gesetzlich vorgeschrieben, einen Nachtragshaushalt beschließen, nachdem noch nicht einmal der erst am 21.05.25 beschlossene reguläre Haushalt genehmigt war?
Für das Vermögen der Stadt ist der fehlende Nachtragshaushalt kein Beinbruch, denn durch einen Satzungsbeschluss des Stadtrates kommt auch nicht mehr Geld in den Stadtsäckel. Und rückwirkend schon gar nicht.
Wenn eine Kommune EUR 2,3 Mio. weniger als geplant investiert, dafür aber EUR 1,7 Mio. über Plan Schulden macht und den Dispo zum Jahresende mit Millionen nutzt, dann braucht man keine Ausbildung zum Bilanzanalyst um zu erkennen, diese Kommune lebt in Millionenhöhe auf Pump.
Die Kämmerei sollte sich eher um den Haushalt 2026 kümmern, damit die Bürger vor der Wahl am 08. März 2026 sehen können, wie die im Stadtrat vertretenen Fraktionen künftig mit dem Vermögen der Bürger und der Transparenz ihnen gegenüber umgehen wollen.
Wirbuergeralzenau sind gespannt, welchen Haushalt Bürgermeister und Stadtrat im Werkausschuss am 15.01.26 bzw. im HuF am 03.02.26 nach ihrer Klausurtagung präsentieren.
Papier, insbesondere Wahlkampfwerbung, ist geduldig.
Warum beschäftigen wirbuergeralzenau seit Jahren mit diesen Finanzthemen?
Weil es für Alzenau und seine Bürger wichtig ist, wieviel Mittel künftig für lebenswertes Alzenau zur Verfügung stehen.
Eine Kommune kann zwar nicht insolvent gehen, aber unendliche Schuldenaufnahme ist auch nicht möglich.
29.12.2025
Haushaltsreste
Was passiert, wenn man den Überblick über die Schulden verliert
Am Bürger vorbei werden Millionenschulden aufgetürmt
Seit wir den Bericht zum Haushalt 2025 der Kämmerei veröffentlichten, wurde uns wiederholt folgende Frage gestellt:
Wie kann es sein, dass der Bürgermeister EUR 6,7 Mio. Darlehen aufnimmt, obwohl der Stadtrat am 21.05.25 nur EUR 5 Mio. im Haushalt genehmigt hat?
Die Antwort liegt im Begriff „Haushaltsreste“ und ist etwas sperrig in Art. 71 Abs. 3 der bayerischen Gemeindeordnung geregelt.
Die Kreditermächtigung gilt bis zum Ende des bei ihrem Inkrafttreten laufenden Finanzplanungszeitraums gemäß Art. 70 Abs. 1GO.
Kommunen müssen in ihrem Haushalt immer auch drei weitere Haushaltsjahre mitplanen, das ist der sog. Finanzplanungszeitraum. Gerade bei langfristigen Investitionen genügt nicht allein der aktuelle Blick auf’s Konto. Denn sonst passiert es wieder:
Der Kämmerer muss eine Rechnung zahlen
„und auf einmal ist kein Geld mehr da“ (so der Kämmerer am 13.03.2025).
- h. Darlehnsermächtigungen, die der Stadtrat dem Bürgermeister im Haushaltsjahr 2022 gegeben hat, kann dieser bis Ende 2025 nutzen. Er hat also vier Jahre Zeit die ihm genehmigten Kredite aufzunehmen.
Erst nach fünf Jahren verfällt diese Erlaubnis.
Früher reichte dieser Zeitraum nur bis ein Jahr nach dem Haushaltsjahr.
Doch der bayerische Ministerpräsident gönnte in 2023 seinen überwiegend CSU-Bürgermeistern zwei weitere Jahre, um einmal genehmigte Darlehen nutzen zu können, um ihnen mehr Luft zu geben. Diese Maßnahme hilft leider nur kosmetisch, denn mehr Geld haben die Kommunen dadurch nicht, sondern nur mehr Schulden.
So konnte der Alzenauer Bürgermeister nicht genutzte Darlehn über EUR 1 Mio. aus dem Haushalt 2022 zum Stopfen von Haushaltslöchern in 2025 nutzen. Denn in 2022 hatte der Stadtrat EUR 3 Mio. neue Darlehen genehmigt, wovon EUR 2 Mio. erst in 2023 genutzt wurden.
Gerne denkt der Stadtrat an das Jahr 2022 zurück:
Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer:
Geplant EUR 11,3 Mio.,
eingenommen EUR 16,7 Mio.,
also EUR 5,4 Mio. Mehreinnahmen.
2024 hätten EUR 1,6 Mio. Neudarlehen genommen werden können, wovon nur 660 gebraucht wurden. Denn auch 2024 Rekordgewerbesteuern:
Geplant EUR 17,8 Mio.
Eingenommen EUR 21,5 Mio.,
also EUR 3,7 Mio. über Plan.
So blieben aus 2024 weitere 940 TEUR übrig, die man in 2025 gut gebrauchen konnte.
Ob sich die 17 Stadtratsmitglieder, die am 21.05.25 den Haushalt 2025 mit Darlehens – Neuaufnahmen von EUR 5 Mio. genehmigten, bewusst waren, dass der Kämmerer weitere EUR 2 Mio. „Notgroschen“ hatte, wissen wir nicht.
Wir Bürger haben das alles erst Anfang August 2025 erfahren.
Denn nur in der Anlage 5a, die gesetzwidrig nicht-öffentlich beschlossen wurde, ist diese zusätzliche Kreditermächtigung vergangener Jahre sichtbar.
Die Anlage 5 ist heute für jeden in unseren Quellen abrufbar.
Die Stadträte, denen diese Anlage schon vor Beschlussfassung am 21.05.25 vorlag, hätten erkennen können, dass der Kämmerer eigentlich nur zusätzliche 940 TEUR und nicht 1.940 TEUR Haushaltsreste verplante.
Der Finanzplan zum Haushalt 2025, soweit er öffentlich war, zeigte nur eine Finanzierungsnotwendigkeit von EUR 4,99 Mio. auf.
Warum hat man davon nicht vorhandene Haushaltsreste abgezogen?
Aber da will man wohl nicht kleinlich sein im Stadtrat.
Eine gute Nachricht zum Schluss.
Für 2026 gibt es keine Haushaltsreste mehr, die uns Bürger überraschend auf die Füße fallen.
In 2025 haben Bürgermeister und Stadtrat auch den allerletzten Notgroschen der Stadt aufgebraucht.
Keine Haushaltsreste mehr und auch keine Rücklagen.
Blitzeblank wird die Stadtkasse den am 01. Mai 2026 neuen Kommunalpolitikern übergeben.
27.12.2025
Info aus der Stadtratssitzung am 18.12.2025
Die Mindest-Mindestpacht
Ohne Not wird weiter nachgegeben aus Angst vor einem frühen Aus des Windparks
Die deal-maker im Alzenauer Stadtrat signalisieren dem Projektentwickler knallhart,
100 TEUR pro Windrad
ist die unterste Schmergrenze. Es sei denn es müsste noch mehr Preiszugeständnisse geben. Dann wäre man natürlich weiter gesprächsbereit.
Es war zu schön, um wahr zu sein.
EUR 1 Mio. je Kommune risikolos vom Winde in die Kasse geweht.
Unter welchen Parametern der Windpark Sülzert wirtschaftlich sein kann, weiß man erst im Frühjahr 2026, so eigens dafür aus Aschaffenburg eingeladene Professoren. Die Empfehlung: Im Frühjahr auf Basis aller Fakten entscheiden.
Warum dann nicht über die Pacht im Frühjahr 2026 entscheiden, hätte sich jeder kaufmännisch Denkende gefragt.
Ein Projektentwickler, der den Kommunen aus seinem Windparkprojekt über 30 Jahre zwischen EUR 27 Mio. und EUR 58 Mio. in Aussicht stellt, muss um 25 TEURO Jahrespacht pro Windpark kämpfen, weil sonst das Projekt kippt?
7 x 25 TEURO = 175 TEUR
Dabei hat man den Kommunen schon vorher unbemerkt einen Nachlass von 12,5 % aus den Rippen geleiert, denn es werden nur noch 7 statt ursprünglich 8 Windanlagen geplant und die Pacht geht pro Windanlage.
Statt EUR 2 Mio. Pachteinnahmen, wie bei Projektzuschlag, gibt es nun „mindestens-mindestens“ 700 TEURO, also 35 % der ursprünglichen Prognose bzw. 350 TEUR je Kommune.
Die Eintrittskarte für die Teilnahme an der Betreibergesellschaft (das nötige Eigenkapital, da eine Bank nicht 100 % finanziert) kostet jede Kommune ca. EUR 2,5 Mio., so ist es in der Präsentation vom 01.02.24 auf Seite 11 zu lesen.
Doch diesen Betrag kann die Kommune mittels Vorauspacht über 10 Jahre mit einer jährlichen Zahlung von 350 TEUR (vor-)finanzieren.
Heißt aber:
Um ins Windkraftgeschäft mit einzusteigen, muss die ersten 10 Jahre auf die „Mindest-Mindestpacht“ verzichtet werden, vorausgesetzt die nun notwendigen höheren Windräder erhöhen die Herstellungskosten nicht. Sonst dauert es länger, bis der erste EURO aus der Pacht im Stadtsäckel landet.
Einigen Stadträten war der günstige Strompreis für die Alzenauer wichtig bei ihrer Entscheidung. Der Zug ist schon lange abgefahren und „Direktvermarktung“ ist das Gebot der Stunde, ist der Präsentation zu entnehmen.
Und Vermarktung steht für „Marktpreis“ und nicht für Bürgerstrom.
Für 100 TEUR Mindest-Mindestpacht muss der Strompreis bei 8,6 Ct/kwh liegen. Schon bei nur 0,6 ct weniger gibt es nur 32,5 TEUR.
Hatte Berlin jüngst nicht einen Industriestrompreis von 5 ct/kwh in Aussicht gestellt?
Wir sind gespannt auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung im Frühjahr 2026.
19.12.2025
Alzenauer Weihnachtsrätsel 2025
Finde diesmal EURO 50 Mio.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Wie Bürgermeister und Stadtrat ein EUR 50 Mio.- Loch stopfen wollen
Kameralistik und Schattenhaushalt Stadtwerke lassen die Decke größer erscheinen als sie ist
Vor einem Jahr suchten wir EUR 10,6 Mio.
In diesem Jahr sucht der Stadtrat EUR 50 Mio.
Alle sprechen im Wahlkampf gerne von Transparenz, aber nur WBA liefert.
Aktuelle Zahlen zum Haushaltsjahr 2025 und den Ausblick bis 2029 legte der Bürgermeister am 11.12.25 im Werkausschuss und HuF vor.
Leider, wie so oft in der Vergangenheit, wurden die Unterlagen nicht veröffentlicht, so dass nur anwesende Bürger die Zahlen im Schnelldurchgang erhaschen konnten. Alle anderen Alzenauer mussten sich auf die Berichterstattung durch die Lokalpresse verlassen.
Und selbst dieses Medium kann die Finanzzahlen angesichts der Dramatik nicht weiter beschönigen oder totschweigen.
Manche neue Wahlkämpfer/-in fordern und versprechen mehr Transparenz, statt einfach mal die eigenen Parteifreunde im Stadtrat aufzufordern.
Wirbuergeralzenau stehen für Transparenz und deshalb kann man nur bei uns auf der website die sonst nicht-veröffentlichten Unterlagen abrufen.
WBA hat diese Unterlagen für die Alzenauer Bürger eingefordert und veröffentlicht den „Bericht zum Haushalt 2025“ und den Ausblick bis 2029, „Finanzplan“, genannt hier.
Für alle, die derartige Unterlagen nicht häufig lesen, eine kleine Lesehilfe von uns für den Finanzplan.
Dort werden die notwendigen Investitionen des nächsten und der folgenden drei Jahre aufgelistet. Teils kleinteilig bis auf Einzelposten von 2.000 EUR.
Spannend ist dann die letzte Seite. Dort wird aufaddiert.
In der Position 9161 „Zuführung vom Verwaltungshaushalt“ wird errechnet, wieviel die Stadt operativ erwirtschaften muß, damit keine Darlehen nötig sind. Für das kommende Haushaltsjahr 2026 müßte diese Position noch um die ausgewiesene Unterdeckung von EUR 7,4 Mio. auf EUR 9.6 Mio. erhöht werden, damit die Rechnung aufgeht.
So kommen bis 2029 insgesamt 37.964 TEURO, gerundet EUR 40 Mio. zusammen. Abgesehen vom Feuerwehrhaus Alzenau (veranschlagt mit nur EUR 12 Mio.) enthält der Plan keine größeren weiteren Investitionen.
Verdient werden muß das operative Ergebnis im sog. „Verwaltungshaushalt“.
2025 wird dieser, laut Kämmererin, mit EUR 2,5 Mio. Verlust abschließen.
Unser dritte Bürgermeister errechnet sogar ein jährliches Defizit von „mehr als EUR 5 Mio.“, obwohl wir nicht wissen, ob er dabei schon die um EUR 4 Mio. geringeren Gewerbesteuereinnahmen berücksichtigt hat.
Es ist ein langer Weg von 4 x EUR 2,5 Mio. Verlust in 2026 – 2029, also Minus EUR 10 Mio., auf EUR 40 Mio. Überschuss, der in den Finanzplan fließen muß.
EUR 50 Mio., um genau zu sein.
Nun geht der (aktuelle) Stadtrat mit Bürgermeister und Kämmererin in Klausur, um die fehlenden EURO zu finden.
Entweder man erhöht die Einnahmen (Grund- und Gewerbesteuer, Gebühren usw.) drastisch oder man muss entsprechend einsparen.
Was dabei nicht erreicht wird, müsste über neue Schulden finanziert werden.
Doch Schulden hat Alzenau Ende 2025 eigentlich schon genug.
EUR 24,75 Mio. in der Stadt, so steht es im Finanzplan (Zeile 9121), und
EUR 29,5 Mio. bei den Stadtwerken, wie es im Werkausschuss hieß.
Und da ist der Dispokredit von bis zu EUR 9,2 Mio. noch nicht enthalten.
Vielleicht finden die Stadträte beim gemeinsamen Weihnachtsessen mit leitenden Angestellten und Ehrenbürgern, jeweils mit Begleitung, Lösungen für den Ausgleich der Defizite. Nur höhere Gebühren und Steuern von den Bürgern wäre zu einfallslos.
Drei wertvolle Jahre wurden durch Wegschauen vertan.
Unsere Stadt benötigt ein professionelles Sanierungsmanagement, das ein Haushaltskonsolidierungskonzept mit allen ausstehenden Investitionen (Hallensanierung EUR 10 Mio. + x und Hochwasserschutz EUR 7 Mio.) entwickelt und umsetzt.
Kein Stuhlkreis mit Hobbypolitikern, sondern Kompetenz.
Und zwar sofort !
17.12.2025
Haushalt 2025: 7 Monate später und EUR 8,3 Mio. weniger in der Kasse
Schuld sind immer die Anderen.
Fakt ist: Wer hohe Einnahmen hat bekommt keine Schlüsselzuweisungen.
Lange haben die bürgerlichen Fraktionen um den Haushalt 2025 gerungen, bevor sie ihn am 21.05.25 mit 17:7 gegen Grün und Rot beschlossen.
Wirbuergeralzenau fragen uns, ob die Einigung vor 7 Monaten auch möglich gewesen wäre, wenn EUR 8,3 Mio. weniger zu verteilen gewesen wären, also Sparen angesagt gewesen wäre?
Denn die von CSU, FW/PWG und FDP auf „realistische EUR 3,8 Mio.“ reduzierten Grundstückserlöse 2025, sind nur mit 40 TEUR (ca. 1 %) eingegangen.
Bürgermeister und CSU hatten beim 1. Haushaltsversuch am 27. März 25 sogar noch mit EUR 8,2 Mio. geplant, um den Haushalt zu beschliessen.
Doch auch die FW/PWG, mit ihren neuen kompetenten Immobilienunternehmern, lagen mit ihrer Prognose kräftig daneben.
Offenbar träumen nur noch Kandidaten/innen der SPD von Mehrgenerationenwohnen „on the rocks“, denn im neuen Finanzplan sind nun keine EUR 1,7 Mio. Verkaufserlös angesetzt. Der letzte von der Stadt beauftragte Immobilien-SV lag mit seinem Urteil „nicht marktgängig“ näher dran, als der Stadtrat am 21.05.25.
Bei den Gewerbesteuereinnahmen hielt zumindest der damalige Kämmerer
„die Empfehlung der Kreisverwaltung sämtliche Einnahmenreserven auszuschöpfen und die Gewerbesteuer so mit EUR 22 Mio. zu planen“
(HuF vom 05.12.2024 TOP 5.1) für nicht vertretbar.
Sonst läge der Minusbetrag bei den Gewerbesteuereinnahmen 2025 nicht nur bei EUR 4,5 Mio., sondern bei EUR 6 Mio.
Sicher hätte der Stadtrat am 21.05.25 für zusätzliche EUR 1,5 Mio. Planeinnahmen eine Verwendung gefunden.
Insgesamt also liegen die Einnahmen (Verwaltungs- und VermögensHH) dadurch um EUR 8,3 Mio. geringer als vor 7 Monaten angenommen.
Wie diese Mindereinnahmen „gegenfinanziert“ wurden, wurde – trotz Ankündigung durch den Bürgermeister – bisher nicht erläutert. Die Erhöhung des Dispo von EUR 9,2 Mio. auf EUR 12 Mio. lehnte der Stadtrat am 25.09.25 ab.
Vielleicht kann der Landkreis helfen?
Er muß ja nicht gleich stunden, länger auf die Kreisumlage warten, würde schon genügen.
Doch genug mit „Finanz-Bashing“, wie die SPD-Fraktionsvorsitzende am 11.12.25 zu Protokoll gab. Keiner ist schuld.
Also schauen wir nach vorne auf den Finanzplan 2026 – 2029.
Was muß künftig operativ erwirtschaftet werden, damit die Investitionen bis 2029 ohne neue Darlehen möglich sind. In der Amtssprache heißt das,
„Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt“
Leider wurde die Unterlage vorab (uns bis jetzt) nicht veröffentlicht und so mussten die klein geschriebenen großen Zahlen eiligst von uns mitnotiert werden. Grob gerundet:
2026: EUR 7,4 Mio.
2027: EUR 8,0 Mio.
2028: EUR 10,1 Mio.
2029: EUR 10,3 Mio.
EUR 35,8 Mio.
Wohl gemerkt.
Überschüsse aus einem Verwaltungshaushalt, der aktuell jährlich mit über EUR 5 Mio. defizitär ist, so die fachkundige Bewertung der FW/PWG.
Was nicht aus dem Verwaltungshaushalt kommt, müsste in gleicher Höhe mit neuen Schulden finanziert werden.
Und zum Jahresausklang fast schon eine Tradition in Alzenau:
Ein Nachtragshaushalt muß her, so die Kämmererin.
Doch es gab auch gute Nachrichten am 11.12.25.
Ein Unternehmer aus der Papierbranche wird auf seine letzte Rate i.H.v. EUR 1 Mio. ein Jahr länger warten. Was der Stadtrat ihm dafür wohl am 27.11.25 in nicht-öffentlicher Sitzung versprochen hat?
Und der Faulturm ist bald fertig. Nur noch EUR 6 Mio. neue Schulden für Kläranlage und Kanal in 2026 und Geruchsbelästigung war gestern.
Damit künftig jeder Vorbeifahrende auch weiß, wo er ist, haben die Stadträte dem Faulturm auch noch eine große Leuchtreklame mit neuen Alzenauer Logo gegönnt. Natürlich werden wir am 29.01.26 in der Bürgerfragestunde fragen, was allein diese nutzlose Installation gekostet hat.
Eine Fraktion, die gerne mit verantwortungsvoller Finanzpolitik für künftige Generation wirbt, hat auch eine Vorstellung davon, wie dies alles getilgt wird:
Das macht die Inflation von selbst oder die Windkraft.
14.12.2025
Transparenz fordern? Warum erst nach der Wahl?
Leere Versprechen ohne Taten
Papier ist geduldig, der Wähler hoffentlich nicht
Mehr Transparenz fordern neue unverbrauchte Kandidaten der etablierten Fraktionen in bewegten Bildern.
In den Wahlprogrammen der Bewerber steht Transparenz ganz oben auf der „Wahlversprechensliste“.
Wirbuergeralzenau begrüßen selbstverständlich diese neue, frische Art der Kommunalpolitik für Alzenau.
Wer, wenn nicht wirbuergeralzenau, wird diese Grundvoraussetzung der Demokratie gemeinsam mit den künftigen Kommunalpolitikern umsetzen?
Doch wir fragen uns, warum Alzenau noch bis zum neuen Stadtparlament im Mai 2026 auf die „neue Transparenz“ warten muß.
Die Fraktionen (SPD und FW/PWG) dieser neuen parteilosen Kandidaten bringen zusammen schon heute 2 x 3 Stadtratsstimmen auf die Waage.
Hat sich nicht die größte Fraktion im Stadtrat (5 GRÜNE) schon immer der maximalen Transparenz als Gegenentwurf zu den „Altparteien“ präsentiert?
„Verantwortungsbewusstsein, Integrität und Transparenz müssen Maßstab des Handelns sein“,
ist bei ihnen zu lesen.
11 Stimmen für größtmögliche Transparenz wären also schon heute vorhanden.
So ist die FDP mit ihren zwei Stimmen das Zünglein an der Waage, für mehr Transparenz gegenüber den Alzenauer Bürgern.
Doch warum zögert gerade die FDP?
Die Fraktion, die am 31.07.25 die Wiedereinführung der Protokollierung der Bürgerfragestunde beantragte mit der Begründung:
.. die Verbesserung der Transparenz gegenüber den Alzenauer Bürgern sowie die Schaffung einer Basis für die Weiterbearbeitung und Nachverfolgung von Fragestellungen der Bürger.
Themen, die uns Bürger interessieren gibt es genug:
Trotz fast EUR 24 Mio. jährlichen Personalkosten und damit deutlich höherer Kosten als Vergleichskommunen, wird ein Organisationsgutachten vor den Bürgern zurückgehalten. Ein Gutachten, das 10 % Einsparung für möglich hält, wie einige Stadträte schon öffentlich zitierten.
Ein vorhandener Hallen-und Sportstättensanierungsplan kommt nicht ans Licht.
Warum gibt es seit 17.07.25 keine neuen Finanzzahlen?
Warum legt der Bürgermeister den angabegemäß vorhandenen Liquiditätsplan über die Kassenkredite von immerhin EUR 9,2 Mio. nicht offen?
Wie hoch sind die Einnahmen aus
Grundstücksverkäufen (geplant: EUR 3,8 Mio.)
und
Gewerbesteuer (geplant: EUR 20,5 Mio.)
tatsächlich?
Wieviel Kreisumlage wurde in 2025 nicht fristgerecht gezahlt, weil die Liquidität nicht vorhanden war?
Am 11.12.25 will der Bürgermeister den Schleier über einige Zahlen lüften.
Warum aber mussten erst wirbuergeralzenau dies einfordern?
In nicht-öffentlicher Sitzung hatte keine Fraktion Einwände dagegen, die öffentliche Haushaltsberatung erst nach der Wahl zu beginnen, wie wir vertraulich erfuhren.
Wer vollmundige Wahlversprechen zur Transparenz abgibt, aber gleichzeitig seine jetzt schon vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten im Stadtrat nicht nutzt, der ist unglaubwürdig.
Die Einzigen, die für die Worte
Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit
stehen, sind wirbuergeralzenau.
Das haben wir in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt und das wird auch künftig unsere kommunalpolitische Agenda sein.
02.12.2025
Eine weitere neue politische Bewegung?
Raider heißt jetzt Twixxx
und
die Freien Wähler wollen jetzt PWG genannt werden.
Sonst bleibt alles beim Alten.
Seit einigen Tagen wirbt ein Verein
„PWG Alzenau Parteilose WählerGemeinschaft e.V.“
großflächig dafür, hier zu leben und mitzugestalten.
Natürlich waren wirbuergeralzenau neugierig zu erfahren, welche Gruppe, neben uns, das „Alzenauer Politik-Establishment“ herausfordern will. Oder ist es nur eine Werbung für eine Kreativwerkstatt in der „gestaltet“ wird?
Unsere Recherchen verblüfften uns.
Ein Verein „Parteilose Wählergemeinschaft Alzenau e. V.“ existiert nicht.
Wohl aber ein „Freie Wähler/Parteilose Wählergemeinschaft Alzenau e. V.“
Doch warum die Geheimniskrämerei?
Warum nicht unter dem Namen werben, unter dem die FW/PWG seit Jahrzehnten die Alzenauer Kommunalpolitik „mitgestaltet“?
Dass
„die Schuldensituation der Stadt mit EUR 52 Mio. (Ende 2024) nicht mehr tragbar erscheint,
die Verwaltungskosten von EUR 41 Mio. auf EUR 66 Mio. gestiegen sind und
das jährliche Haushaltsdefizit, trotz relativ hoher Einnahmen inzwischen EUR 5 Mio. übersteigt.“
steht im Wahlprogramm der „neuen“ FW/PWG.
Und dabei ist der Schuldenzuwachs bis Ende 2025 auf über EUR 60 Mio. noch nicht einmal berücksichtigt.
Soll mit dem neuen „branding“ verschwiegen werden, dass diese Wählergemeinschaft, also die FW/PWG, dem Haushalt 2025 nicht nur zustimmte, sondern diesen – nach eigenen Angaben – sogar persönlich intensiv mitgestaltete?
Ein Haushalt, der von 2026 bis 2028, wenn alles gut läuft, eine zusätzliche Schuldenerhöhung von ca. EUR 7 Mio. plant und darin sind nur EUR 6 Mio. für ein neues Feuerwehrhaus in Alzenau und noch kein EURO für die Sanierung von Hallen und Sportplätze eingerechnet.
Hochwasserschutz für EUR 7 Mio. kommt ebenfalls noch on-top.
Doch auf die Vergangenheit gibt der Kaufmann nichts, wie eine alte Unternehmerweisheit sagt.
Wirbuergeralzenau sind gespannt, mit welchen innovativen Ideen, das jährliche Haushaltsdefizit von EUR 5 Mio., so die FW/PWG, beseitigt wird. Allein die angekündigten Parkgebühren am Meerhofsee werden dazu nicht reichen.
Will man sich als PWG,
verstärkt dem Bauen von bezahlbarem Wohnraum widmen, auch wenn die Gewinnmargen dort erfahrungsgemäß kleiner sind
oder
gerne künftig niedrigere Preise bei städtischen Aufträgen anbieten?
Wirbuergeralzenau wissen es nicht.
Aber vielleicht scheut man bei der FW/PWG einfach nur die Nähe zum stv. bayr. Ministerpräsidenten (zugleich der Parteivorsitzende der Freien Wähler), der auf die Frage eines besorgten Albstädters zu Umspannwerk, Windpark und PV-Freiflächenanlage mit seinem
„Pech gehoabt, Albstadt“
in die Alzenauer Stadtgeschichte eingehen wird.
25.11.2025
Wir machen Schluß mit dem Schuldenkreislauf
Keiner will es gewesen sein
Wie Alzenau sich immer höher verschuldet (hat)
„Wer hat Schuld an den Schulden?“
werden wirbuergeralzenau oft gefragt.
Die Aufnahme von Schulden ist Teil des Haushaltsrecht, über das die 24 Stadträte plus Bürgermeister mit 25 Stimmen entscheiden. Jedes Jahr auf’s Neue sollte spätestens bis zum 30.11. des laufenden Jahres der Haushalt für das nächste Jahr, mit Ausblick auf weitere 3 Jahre, beschlossen werden.
Wenn die Einnahmen nicht ausreichen, um die notwendigen Geldmittel zur Verfügung zu stellen, muss über die Aufnahme von Schulden nachgedacht werden oder man muss sich den ein oder anderen Wunsch abschminken.
Wie im privaten Leben gilt:
Schulden für sinnvolle Investitionen sind gut.
Schulden für Konsum und Prestigeobjekte sind schlecht.
Wie sich die Schulden der Stadt in den letzten 15 Jahren entwickelten, haben wir in der Anlage „Verschuldung 2012 – 2025“ in unseren Quellen aufgezeigt.
Das jeweilige Abstimmverhalten der Fraktionen haben wir ergänzt.
Die Stadtverwaltung konnte nicht für alle Jahre belastbar und korrekt mitteilen, wer für und wer gegen den Haushalt gestimmt hat.
Ein Ding der Unmöglichkeit, das in kleinen Vereinen nicht überraschen würde, aber nicht in einer Stadt mit 18.000 Einwohnern, mit über 400 Mitarbeitern und einem Haushaltsvolumen von über EUR 60 Mio.
Widerspruch aus den Fraktionen zu unserer Darstellung haben wir auf Nachfrage nicht erhalten.
Für die vertretenen Fraktion im Stadtrat gilt also hinsichtlich des Schuldenanstiegs der Bibelspruch:
„Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.“
Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 7
Doch die Entscheidung über Schulden liegt nicht allein beim Stadtrat der Stadt Alzenau.
Hat eine Kommune finanzielle Probleme, so wird sie von den anderen Landkreiskommunen unterstützt.
Das nennt man „kommunaler Finanzausgleich“.
Diese kommunale Solidarität ist der Grund dafür, dass keine Kommune insolvent werden kann.
Damit aber keine Kommune dies als einen Freifahrtschein zu immer mehr Luxus auf Pump nutzt, wacht die Kommunalaufsicht beim Landratsamt, also der Landrat, über die Schulden-Neu-Aufnahme.
Erst wenn all diese Sicherungen versagen und die Schulden nicht mehr bedient werden können, wird ein sog. „Sparkommissar“ eingesetzt, der dann über die Kasse wacht und sicherstellt, dass nur noch Pflichtaufgaben finanziert werden.
Quasi ein Insolvenzverwalter, der darauf achtet, dass eine Kommune nicht auf Kosten der anderen Kommunen „auf großem Fuß lebt“.
Und wenn Sie demnächst von unseren politischen Wettbewerbern lesen,
„… Transparenz über die Schuldensituation und Tragfähigkeit herzustellen. Die aktuelle Situation erscheint nicht mehr tragbar:
Die Schulden der Stadt übersteigen 21 Mio. €, plus Schulden der Stadtwerke von 31 Mio. (Stand Ende 2024). Dies entspricht einem Anstieg von 10 Mio. € über die letzten 3 Jahre, mit zunehmender Belastung durch Zins- und Tilgungslasten“
„für solide Haushaltsführung sorgen, die kommenden Generationen nicht die finanziellen Spielräume nimmt“,
„die Hüter der schwarzen Null und der Schuldenbremse“,
dann nehmen Sie sich unsere Darstellung des Abstimmverhaltens der Fraktionen (gerne nur die letzten drei Jahre) und vergleichen Sie
„Worte mit Taten“.
Und erinnern sich auch daran, wer die Liste der Schulden „Anlage 5“ nur in nicht-öffentlichen Stadtratssitzungen und nicht vor uns Bürgern behandelt hat.
Und am 08. März 2026 entscheiden Sie allein in der Wahlkabine,
wem Sie Glauben und Ihre Stimme schenken.
Wirbuergeralzenau machen Schluss mit „Schulden statt Sparen“, weil es ehrlich ist.
31.10.2025
Bürgerversammlung 21.10.25 (Zweiter Teil)
Da die Lokalpresse sich mehr mit den belanglosen Inhalten der Bürgerversammlung beschäftigte, hatten wir in unserem Bericht die wichtigen Fakten zusammengefasst.
Viele Bürger, die die Bürgerversammlung vollständig verfolgten, waren vom Inhalt des Zeitungsberichts überrascht. Einige schickten uns ihre „Lesermeinungen“, die sie bei der Lokalzeitung einreichten, aber keine Veröffentlichung erfolgte.
Veröffentlicht wurde dagegen ein Leserbrief einer Karlsteiner GRÜNEN, die ganz offensichtlich die Bürgerversammlung der Alzenauer nicht verfolgte, sondern sich nur aus der Lokalpresse informierte.
Wirbuergeralzenau haben dazu einen Leserbrief geschrieben, um den Sachverhalt richtig zu stellen.
Doch für uns wenig überraschend und nicht zum ersten Mal, weigerte sich das Main-Echo unseren Leserbrief abzudrucken.
Daher stellen wir unseren „nicht-veröffentlichten Leserbrief“ bei uns online, damit jeder selbst entscheiden kann,
weshalb das Main-Echo
Fakten weglässt, wie
- Gesamtverschuldung,
- Millionen-Zahlungen an die Wellpappe,
- Umzugskosten BRK-Leitstelle oder das
- Unter-Verschluss-Halten des Organisationsgutachten
oder aber schlicht erfindet,
wie ein angeblich abgesprochenes Verhalten von interessierten Bürgern.
Machen Sie sich selbst ein Bild:
Zum Leserbrief vom 05.11.25 „Unsachliche Stimmungsmache “zu
„Noll setzt Nadelstiche der Höflichkeit“
Das Vorstandsmitglied der Karlsteiner GRÜNEN kritisiert die Nachfragen einiger Bürger zu Alzenauer Finanzthemen.
Wer die Alzenauer Kommunalpolitik verfolgt, der weiß, dass die Gruppierung „wirbuergeralzenau“ schon seit vielen Jahren Themen kritisch hinterfragt. Die Leserbriefschreiberin meint, es handele sich um Klein-Klein und Stimmungsmache. Wer, wie ich, diese Veranstaltung tatsächlich verfolgte und sich nicht nur aus der Zeitung informiert, der weiß, dass es nicht um die Höhe der Gutachterkosten ging, sondern um anfallende Kosten durch den Wegzug der BRK-Leitstelle.
Weiter wurde nach der Gesamtverschuldung der Stadt zum Jahresende 2025 gefragt. EUR 63,7 Mio. antwortete der Bürgermeister. Schon wenige Tage später musste seitens der Stadt eingeräumt werden, dass die Zahl fälschlicherweise mit EUR 3 Mio. zu hoch angegeben wurde.
Auch die Alzenauer „Zuzahlung über EUR 8,1 Mio.“ für das neue Wellpappe-Areal, wurde dort erstmals auf Nachfrage öffentlich bestätigt.
Wer sich nur auf Informationen aus dritter Hand verlässt, der liegt mit seiner Meinung halt daneben. Von Personen, die sich politisch engagieren darf erwartet werden, dass sie sich vollständig informieren, was jederzeit möglich ist, da die Aufzeichnung der Versammlung im Netz verfügbar ist.
Gerade Karlsteiner sollten die Folgen eines unverantwortlichen Umgangs mit Kommunalfinanzen doch aus eigener Erfahrung kennen.
Heike Hauptmannl, Alzenau
14.11.2025
Bericht zur Bürgerversammlung vom 21.10.25 mit vertiefenden Hintergrundinformationen
Mittels www kann sich jeder selbst ein Bild von der Bürgerversammlung machen und ist nicht auf die eingeschränkte Sicht der Lokalzeitung angewiesen
Wer nicht die Zeit hat, sich die Bürgerversammlung auf youtube die vollen 110 Minuten anzuschauen oder sich von der Lokalpresse unzureichend, weil ohne Hintergrundinformation, informiert fühlt, dem können wirbuergeralzenau helfen:
Der thematisierte Glasfaserausbau in Alzenau findet für alle Bürger sichtbar in der Öffentlichkeit statt.
Nicht so, die brisanten Finanzprobleme der Stadt.
Die werden nur hinter verschlossenen Türen im Stadtrat erörtert. Wahrscheinlich will man den Bürger nicht verunsichern.
Bemerkenswert war die Aussage des Bürgermeisters, „er hätte gerne für das Bürgerbegehren zum Windpark Sülzert unterschrieben, wenn die Frage anders formuliert wäre“.
Zur Erinnerung:
Die Initiatoren des Bürgerentscheids haben dem Stadtrat zunächst die Möglichkeit gegeben, die Frage selbst zu formulieren und ein sog. Ratsbegehren zu beschließen.
Aber die 25 Damen und Herren im Stadtrat, incl. Bürgermeister, wollen gerade nicht, dass die Alzenauer Bürger entscheiden, sondern sie selbst.
Wirbuergeralzenau haben einige, dem Bürger bisher vorenthaltenen, Informationen erfragt. Daher in Kürze unsere Fragen:
Nach den Planungen zum möglichen Umzug der BRK-Leitstelle weg vom Danziger Platz. Dort soll Platz geschaffen werden, für bezahlbaren Wohnraum und dem BRK soll der Wegzug mittels Entschädigung für’s Gebäude schmackhaft gemacht werden. Ein vom Bürgermeister angedachter Umzug neben das neue Alzenauer Feuerwehrhaus scheiterte daran, dass eine Stadträtin mit spitzem Bleistift nachrechnete.
Mit 25 Jahren und 85 T€ Jahresmiete, also 2.125 TEUR, kann man nicht wie vom Kämmerer erechnet, ein Darlehen von 2.200 TEUR vollständig tilgen.
Aber warum wird der Wegzug der BRK-Leitstelle nicht-öffentlich im Stadtrat diskutiert, wurde gefragt?
Warum wird das Organisationsgutachten, das die Alzenauer Bürger 24.000 EUR kostete, nicht öffentlich gemacht. Schon in der Bürgerfragestunde am 26.09.2024 (!) kündigte der Bürgermeister die kurzfristige Veröffentlichung an (s. a. unsere Bürgerfrage Nr. 1).
Wie doch die Zeit vergeht.
Auf einmal erklärt der Bürgermeister, der Stadtrat ist die Öffentlichkeit, das muß uns Bürgern genügen.
Das Gleiche mit dem Sanierungsplan für Hallen und Sportanlagen.
Weil man Millionenkosten nicht finanzieren kann, wird der Bürger vor den Kommunalwahlen 2026 im Unklaren gelassen.
Haben Stadtrat und Bürgermeister Angst den Bürgern die Zahlen zu präsentieren?
Wirbuergeralzenau haben schon am 30.01.25 dazu nachgefragt (vgl. unsere Fragensammlung Bürgerfrage Nr. 2).
Müssen schon bald die Hallen geschlossen werden, da sich Alzenau die Sanierung nicht mehr leisten kann?
Viele Fragen könnte ein Liquiditätsplan beantworten. Ein Liquiditätsplan, der im April 2025 erstmals erstellt, aber nur 10 Tage veröffentlicht wurde.
Wie hoch sind die Säumniszuschläge wegen verspäteter Kreisumlagezahlungen in 2025 wollte Dieter Wombacher wissen.
Im offengelegten Liquiditätsplan rechnete der Kämmerer mit 146 TEUR.
„55 TEURO, wie in der Vorlage zum Nachtragshaushalt geschrieben“,
kann man den Bürgermeister auf youtube lächenlnd sagen hören.
Doch wer die Vorlage liest findet keine Zahl 55 TEURO.
Ups!
Diese Info muß dann wohl im, gesetzwidrig, nicht-öffentlichen Teil des HuF am 16.09.25 gestanden haben.
Nicht zum ersten Mal wurde gefragt, wer entschieden hat Darlehen von EUR 14 Mio. tilgungsfrei zu stellen. Ansparguthaben sind kredittechnisch keine Tilgung, denn man kann dieses Ansparguthaben auflösen.
So geschehen in 2024 mit 798 TEURO um Finanzlöcher zu stopfen.
Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister, dass vergleichbare Kommunen in 2024 eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 1.300 EUR hatten. Alzenau mit ca. 18.000 EW hatte Ende 2024 ca. EUR 53 Mio. Schulden, also fast 3.000 EUR.
Für Ende 2025 plant der Bürgermeister mit Gesamtschulden von EUR 58 Mio. zzgl. einer Kassenkredit-IA von voraussichtlich EUR 5 Mio.,
also mit EUR 63 Mio. Schulden. So war es zu hören.
Kassenkredite sollten eigentlich zum Jahresende auf Null stehen und nicht bei EUR 5 Mio.
Eine Pro-Kopf-Verschuldung von über 3.000 EUR zum 31.12.2025 wollte der Bürgermeister auf Nachfrage nicht bestätigen, sondern nachrechnen lassen.
Warum wollte Peter Bloett wissen, wie der Stadtrat am 31.07.25 in einer Sitzung über ein Finanzierungsmodell der Bayerngrund entschieden hat?
Nun.
Bis erste Erlöse aus dem Verkauf des Wellpappe-Areals am Mühlweg fließen, müssen mindestens EUR 8, 2 Mio. vorfinanziert werden.
Abrisskosten, Planungskosten, Preisgeld für einen Architektenwettbewerb und vielleicht Bodensanierungskosten kämen noch obendrauf.
Besonders wurde in der Beschlussvorlage hervorgehoben, dass man die Finanzierung dieser Kosten über die Bayerngrund
„außerhalb der Haushaltssatzung“
abwickeln könnte.
Nur die Rechtsaufsicht, also das Landratsamt, müßte zustimmen.
Beschlussempfehlung am 31.07.2025:
„Der Stadtrat soll entscheiden, auf welche Weise das Grundstücksgeschäft „Wellpappe“ finanziert werden soll.“
Betragsmäßig beschränkt?
Nein.
Daher ist es für die Alzenauer Bürger von erheblicher Bedeutung, ob EUR 8,2 Mio. und mehr außerhalb der Haushaltssatzung finanziert werden.
Warum mußte Peter Bloett dazu in der Bürgerversammlung nachfragen?
Weil diese Beschlussvorlage, gesetzwidrig, in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt wurde. Nur einem besorgten Stadtratsmitglied oder Angestellten der Stadtverwaltung ist es zu verdanken, dass wirbuergeralzenau davon etwas erfahren haben.
Den Bürgermeister schließen wir als anonymen Tippgeber aus.
Es heißt aus dem Stadtrat, der Bürgermeister habe eine Strafanzeige wegen Geheimnisverrat angekündigt.
Auf schriftliche Nachfragen (vgl. auch unsere Fragensammlung in den Bürgerfragen Frage 13 vom 08.08.25) verweigerte der Bürgermeister bisher eine Antwort. Also mußte er „coram publico“ und vor den online-Zuhörern gefragt werden. Denn dort wollte der Bürgermeister eine Antwort wohl nicht verweigern.
Die Lokalzeitung kann Ihnen diese Hintergrundinformationen offenbar nicht liefern. Gut recherchierter Journalismus geht anders.
24.10.2025
Haushaltsdefizit EUR 5 Mio.
Die zwei Gesichter der FWG-Fraktion
„Das jährliche Haushaltsdefizit übersteigt inzwischen EUR 5 Mio.“,
sagen nicht wirbuergeralzenau, sondern die FWG Alzenau.
Und die müssen es wissen, denn schließlich stellen sie seit Jahren nicht nur den 3. Bürgermeister, sondern haben auch stolz darauf verwiesen, dass der aktuell geltende Haushalt 2025 von Ihnen, gemeinsam mit CSU und FDP, entwickelt wurde.
Wie konnte man trotz eines festgestellten Haushaltsdefizits von über EUR 5 Mio. diesem Haushalt zustimmen, wo doch die bayerische Gemeindeordnung fordert, dass der Haushalt ausgeglichen sein muß, Art. 64 III 1 BayGO ?
Die Schuldensituation von EUR 53 Mio. (Stand Ende 2024) erscheint der FWG nicht mehr tragbar. Ein Anstieg von EUR 10 Mio. über die letzten drei Jahre.
Und dabei rechnet der Bürgermeister zum Ende 2025 sogar mit Schulden von insgesamt EUR 63 Mio., wie er am 21.10.25 in der Bürgerversammlung erklärte.
D.h. allein in 2025 wird der Schuldenstand um weitere EUR 10 Mio. steigen, auf Basis eines Haushaltes, dem die FWG nicht nur zugestimmt, sondern den sie auch mitgestaltet hat.
Jeder einzelne Cent dieser Schulden hat in den letzten 15 Jahren die Zustimmung der FWG-Fraktion erhalten.
Die Verwaltungskosten sind laut FWG in den letzten 10 Jahren von EUR 41 Mio. auf EUR 66 MIo. (plus 60 %!) angestiegen, doch immer mit den Stimmen der FWG-Stadträte.
Personalkosten von über EUR 19 Mio. werden angeprangert und dabei hat man sogar die ca. EUR 4 Mio. bei den Stadtwerken vergessen.
Wirbuergeralzenau haben bereits am 27. April 2023 in der Bürgerfragestunde darauf hingewiesen, dass in der Finanzplanung des HH 2023 – 2026 Einnahmen i.H.v.
EUR 20 Mio. aus dem Verkauf des Grundstück „Wellpappewerk – Neu“ angesetzt wurden.
Ein Grundstück, das seit dem Urteil des OLG Bamberg aus dem Dezember 2022 der Stadt nicht gehört. Ein ordentlicher Kaufmann bzw. wirbuergeralzenau hätten sofort gehandelt und die Finanzplanung angepasst.
Nicht so der Alzenauer Stadtrat.
Der hat weiter so getan, als ob in den nächsten Jahren aus diesem Grundstück EUR 20 Mio. in den Haushalt fließen und keine Gegenmaßnahmen ergriffen.
Nun sind diese EUR 20 Mio. durch Darlehen finanziert worden und die Stadträte, allen voran die FWG, sind überrascht.
Wer nimmt der FWG ab, künftig besser zu haushalten, nachdem man selbst erst am 21.05.25 den Weg zu weiteren EUR 10 Mio. Schulden mittels Haushaltsbeschluss frei gemacht hat?
Wirbuergeralzenau mahnen seit über zwei Jahren eine verantwortungsvolle und generationengerechte Haushaltspolitik an, ohne dass wir vom Stadtrat gehört wurden.
Statt den Bürgern reinen Wein zur Finanzlage einzuschenken, wird nur noch im Hinterzimmer über Finanzzahlen berichtet. Die Öffentlichkeit erfährt dies nur, wenn zur Begleichung der Kreisumlage höhere Kassenkredite nötig sind.
Aber wahrscheinlich nur, weil ein Nachtraghaushalt in nicht-öffentlicher Sitzung selbst der Kommunalaufsicht zu weit ginge.
Gradlinigkeit und Glaubwürdigkeit geht anders.
Aber in Wahlkampfzeiten ist Papier besonders geduldig.
24.10.2025
80 EURO- Danke für Nichts
📄 Unser WBA-Mitglied, Nick Höfler, hat sein Recht auf Information geltend gemacht und Anträge bei der Stadt Alzenau gestellt, um Informationen über Kaufpreise von verschiedenen Grundstücken zu erhalten. Statt Informationen, bekam er eine Rechnung über 80 €. 💸🤔
➡️ Wir finden: Transparenz darf nichts kosten.
Deshalb setzen wir uns weiterhin für die Veröffentlichung von Informationen ein. 💬
‼️ Denn klar ist: Der Gesetzgeber schreibt nur in wenigen Fällen Geheimhaltung vor. 📚
➡️ In Alzenau scheint sie jedoch eher die Regel als die Ausnahme zu sein – für uns nicht nachvollziehbar. 🚫🔍
Trittbrettfahrer
Und noch ein Kandidat für das Bürgermeisteramt, vielleicht noch nicht der / die Letzte.
Und noch ein parteiloser Kandidat wirft seinen Hut in den Ring.
Die „Wählergruppe“ nennt sich „Sechs Ortsteile – eine Gemeinde“.
Dabei ist eigentlich schon der Name falsch, denn die Kommune Alzenau ist keine Gemeinde, sondern eine Stadt. Aber das nur am Rande.
Wirbuergeralzenau engagieren uns seit März 2023 zum Wohle unserer Stadt.
Erstmals am 02. März 2023 haben wir in der Bürgerfragestunde zu Transparenz im Finanzwesen und der Vermeidung von Schattenhaushalten nachgefragt (damals noch im Stadtblättchen protokolliert Nr. 8 – 21.04.2023).
Seitdem haben wir ständig auf Defizite in der Verwaltung hingewiesen und durch unser Nachfragen hier und da tatsächliche Änderungen erreicht.
- Kein Comic für die Alzenauer Stadtgeschichte,
- erstmals ein Liquiditätsplan,
- Transparenz bei Beamtenpensionen, die doch nicht von anderen gezahlt werden,
- doch keine Umwandlung von beschlossenen weiteren 2,6 Beamtenstellen,
- Liste der Stadt-Verschuldung 2025 erst auf beharrliche Nachfrage veröffentlicht usw., usw.
Seit März 2024 füllen wir das Gap, das die Regionalpresse bei unangenehmen Sachverhalten im Rathaus läßt, durch unsere website,
früher: www.wir-buerger.com,
heute: www.wirbuergeralzenau.de
Wirbuergeralzenau protokollieren die Fragen der Bürger in den Bürgerfragestunden, nachdem der Stadtrat sich ausdrücklich zweimal gegen die Transparenzschaffung ausgesprochen hat, die seit Jahrzehnten übliche Protokollierung im Amtsblatt weiter vorzunehmen.
Wirbuergeralzenau werden mit einer eigenen Liste von Stadtratskandidaten zur Kommunalwahl 2026 antreten und nicht nur eine spontan zusammengewürfelte „Wählergruppe“ zur Nominierung eines Bewerbers sein.
Unser Kandidat Peter Bloett wird nicht nur als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters antreten, sondern auch auf Platz 1 der WBA-Liste für ein Stadtratsmandat zur Verfügung stehen. Denn ihm / uns geht es um die Zukunft und das Wohl unserer Stadt und nicht um einen attraktiven, gut dotierten 6-Jahresvertrag im Rathaus.
Wirbuergeralzenau sind gespannt, wer von den neuen „parteilosen Herausfordern“ letztlich auf einer Liste zur Wahl in den Stadtrat zu finden sein wird. Ein Sitzungsgeld von angabegemäß 40 EUR / pro Sitzung (nicht Stunde), ist dann vielleicht doch nicht so lukrativ.
Der letzte „SPD-Herausforderer“ wurde in 2020 auf Platz 5 der Liste gesetzt und hat vor Kurzem ein Nachrücken in den aktuellen Stadtrat abgelehnt.
Ab Oktober 25 werden wirbuergeralzenau eine Veranstaltungsreihe in den Ortsteilen beginnen, bei der wir alle Bürgermeisterkandidaten zu konkreten Themen einladen werden, um unseren Mitbürgern die Möglichkeit einzuräumen, sich selbst ein Bild über die Qualifikation der Kandidaten für die künftige Herausforderungen des Alzenauer Behördenleiters zu machen.
Ein Kandidat hat schon für alle Termine zugesagt.
Wirbuergeralzenau raten der Stadtverwaltung an eine Wegbeschreibung für den Zugang zum Sitzungssaal im Rathaus anzufertigen und den diversen kommunalpolitisch engagierten Kandidaten zur Verfügung zu stellen.
Man sollte sich nicht nur über das Bürgerinformationssystem über die Stadtratsthemen informieren.
28.08.2025
