Bürgerdialog
WBA goes Stadtteile
Berichte aus den Bürgerdialogen
4.Bürgerdialog in Alzenau im Vereinsheim FC Bayern Alzenau Prischoß am Mittwoch 29.10.2025
3.Bürgerdialog in Kälberau "Zum grünen Baum" Montag 20.10.2025
Bürgerdialog „WBA goes Stadtteile“ Kälberau Grüner Baum 20.10.25
Am 20.10.25 setzten wir unseren Bürgerdialog in Kälberau fort.
Intensiv haben wir uns mit den anwesenden Bürgern darüber ausgetauscht, was „Alzenau lebenswert“ macht.
Wir konnten erfahren, dass unsere Vorstellungen von einem lebenswerten Alzenau mit denen unserer Mitbürger decken.
Einigkeit bestand darin, dass die Erhaltung unserer vielseitigen Angebote in der Stadt einen Kurswechsel braucht.
Wir werden die Anregungen in unser Programm aufnehmen.
2.Bürgerdialog in Michelbach "Goldberghof" Montag 13.10.2025
Bürgerdialog „WBA goes Stadtteile“ Michelbach Goldberghof 13.10.25
Nach dem Auftakt in Albstadt am 18.09.25 trafen wir uns in Michelbach im Weingut Gündling, um mit Alzenauer Bürgern zu diskutieren. Diesmal hatten wir mehr Vorbereitungszeit und konnten einige unserer Themen und weitere Kandidaten präsentieren.
Für einige Bürger waren manche Fakten neu.
Dass Vereinsleben und Kultur für Viele ein sehr wichtiges Thema ist, haben wir wahrgenommen und so im nächsten Bürgerdialog unsere Vorschläge dazu aufgezeigt (leider mußte der Vortrag auf den Bürgerdialog in Alzenau am 26.10.25 verschoben werden).
Danke an Andrea, Klaus und den Goldberghof.
Auf vielfachen Wunsch die Präsenatation und Diskussionsgrundlage zum nachschlagen:
1. Bürgerdialog in Albstadt „Zum weißen Roß“ Donnerstag, 18.09.25
Highlights vom 1. Bürgerdialog im „Zum Weißen Roß“ in Albstadt
Bürgermeisterkandidat Peter Bloett und unsere Kandidaten, Nadine Otremba und Nick Höfler, für unsere Stadtratsliste, stellten sich den Fragen der (überwiegend) Albstädter Bürger.
Wenig überraschend drehte sich die Diskussion hauptsächlich um die drei Projekte der Energiewende, nämlich
„Windpark Sülzert“
„Freiflächen PV-Anlage“
und im wesentlichsten
„Umspannwerk“
Wirbuergeralzenau positionierten uns dazu wie folgt:
Die Entscheidung über den Windpark und eine Freiflächen-PV-Anlage liegt in kommunaler Hand.
Wirbuergeralzenau unterstützen die Initiative zur Herbeiführung eines Bürgerentscheids über die Errichtung des Windparks. Nach Vorliegen aller relevanten Fakten, insbesondere der Windmessung und konkreter Wirtschaftlichkeitsberechnung sollten die Alzenauer Bürger entscheiden und nicht die Stadträte, die sich auf Basis einer 22:0 Ablehnung des Windparks Sülzert (in 2018) bei den Kommunalwahlen 2020 in den Stadtrat haben wählen lassen.
Auch über die Errichtung einer PV-Freiflächenanlage kann vor Ort entschieden werden. Die Stadtwerke Aschaffenburg haben Anfang 2025 eine geplante PV-Freiflächenanlage in Schimborn auf Eis gelegt, da die gesetzliche Pflicht zur Selbstvermarktung des Stroms, bei oft negativen Strompreisen, ein wirtschaftliches Betreiben unmöglich macht.
Wirbuergeralzenau kennen noch keine Wirtschaftlichkeitsberechnung zur geplanten Anlage in Albstadt. Sobald diese vorliegt, muß faktenbasiert zwischen der Flächennutzung durch PV und/oder Landwirtschaft abgewogen werden.
Warum dabei die Untersuchungskosten auch für Flächen, die nicht im Eigentum der Stadt stehen, von uns allen getragen werden, ist nicht nachvollziehbar.
Schwierig, aber für Albstädter „besorgniserregender“, ist das Thema Umspannwerk.
Die derzeit diskutierte Größe von 30 ha (also doppelt so groß wie das neue Wellpappenwerk) am Ortsrand des kleinsten Ortsteils, halten wir für schwer vermittelbar und nicht akzeptabel.
Welche Alternativstandorte technisch und rechtlich möglich sind, muss zeitnah geprüft werden.
Aber, wirbuergeralzenau sind realistisch genug, um zu wissen, dass die Einflussmöglichkeiten der Kommunalpolitik nur gering sind. Wenn selbst der bayr. Wirtschaftsminister und stv. Ministerpräsident öffentlich erklärt, „keinen Einfluss auf die Standortwahl“ zu haben, dann sind anderslautende Aussagen der Lokalpolitik „reine Wahltaktik“, die nach der nächsten Wahl mit dem berühmten Adenauer Zitat eingezogen wird.
Wirbuergeralzenau berichteten kurz über den aktuellen Sachstand unserer 6 Arbeitsgruppen für unser Wahlprogramm:
Mittels einer Effizienzoffensive wollen wir operativ den turn-around im Verwaltungshaushalt schaffen. Eine Aufgabe, der sich 2017 schon Dr. Legler als Bürgermeister verweigerte und zu der die heutigen Alzenauer Kommunalpolitiker nicht mehr als Lippenbekenntnisse über’s Sparen liefern.
Wir haben in unserem Team Personen, die jahrzehntelange Erfahrung bei der Bewältigung von wirtschaftlichen Krisen haben. Selbst das vom Stadtrat beauftragte (leider bisher unter Verschluss gehaltene Organisationsgutachten mit Kosten von 24.000 EUR) sieht mögliche Personalkosteneinsparungen von 10 %. Die gesamten Personalkosten der Stadt liegen, incl. Stadtwerke, bei ca. EUR 24 Mio. p.a., also täglich etwa 100.000 EUR. Aber selbst diese 10 % schafft das Rathaus nicht.
Dass der Bürgermeister und sein Vorgänger als Behördenleiter an dieser Aufgabe kläglich scheiterten, ist die vergangenen Jahre ausreichend dokumentiert. Wirbuergeralzenau werben dafür, uns die Aufgabe der Haushaltskonsolidierung (so definiert es das bayr. Finanzministerium) anzuvertrauen. Selbstverständlich „sozialverträglich“.
Konkrete Vorschläge haben wirbuergeralzenau schon seit zwei Jahren gemacht und entwickeln diese permanent weiter.
Ohne uns würde die Stadt Alzenau mit Sicherheit 2,6 Beamtenstellen, die Anfang 2024 vom Stadtrat zusätzlich genehmigt wurden, besetzt haben.
Kostentransparenz muss geschaffen werden, damit der Blindflug ein Ende hat.
Wirbuergeralzenau können darauf verweisen, dass wir schon seit mehr als zwei Jahren „in den Zahlen der Stadt sind“, soweit man diesen Zahlen vertrauen kann.
Denn was soll man von einer Kostenrechnung halten, die Personalkosten für Bademeister mit 12 Monaten auf die Bäder rechnet, obwohl die Badesaison nur 4 – 5 Monate dauert?
Ein GRÜNER Stadtratsbewerber wollte wissen, „wen unser BM-Kandidat mit ins Rathaus bringt und wann er loslegen kann?“
Unser BM-Kandidat konnte ihn aufklären, dass ein Bürgermeister keinen „staff mitbringt“ (Ein Bürgermeister ist schließlich kein Fußballtrainer). Langjährige Berufserfahrung in Krisensituationen genügt, um zu wissen, dass die Mitarbeiter meist selbst sehr genau wissen, wo Ineffizienzen bestehen und wie diese zu lösen sind. Man muss sie nur lassen.
„Nach zweieinhalb Jahren intensiver Befassung mit den Alzenauer Haushaltszahlen und einem Team von „erfahrenen Sanierungsexperten“ in unserer wirbuergeralzenau-Initiative sind wir sofort auf Ballhöhe.“
Bspw. fragen wir uns schon heute:
Warum wird die freigewordene Stelle des Kämmerers extern besetzt, obwohl die Stellvertreterin erst jüngst befördert wurde?
Warum werden nicht bereits vorhandene, gute und engagierte Mitarbeiter gefordert und gefördert?
Wie hoch kann sich Alzenau verschulden, bzw. was ist eine noch verträgliche Verschuldungssumme, war eine Frage:
Da gibt es keine einfache mathematische Formel. Wer selbst schon einmal einen Kredit hatte, der weiß, „man muss es sich leisten können.“
Wer hohe Einnahmen hat, der kann auch mehr Kredite bedienen. Großostheim bspw. (17.000 EW) hat pro Kopf 293 EUR Schulden.
Der bayr. Landesdurchschnitt für Kommunen zwischen 10.000 und 20.000 EW liegt bei 791 EUR/Kopf.
Alzenau steuert Ende 2025 auf 3.500 EUR/Kopf (das 4,5-fache) zu. Tendenz weiter steigend.
Anmerkung:
Keine 12 Stunden nach Ende unserer Veranstaltung teilt die Stadt mit, dass ein Nachtragshaushalt mit einer Erhöhung des Dispo um EUR 2,8 Mio. nötig ist, da „die Liquidität sonst nicht ausreicht“.
EUR 70 Mio. und mehr, wie aktuell bis 2028 geplant, kann Alzenau nicht stemmen.
EUR 30 – 40 Mio. vielleicht, wenn die Gewerbetreibenden weiter erfolgreich sind und auch die Einkommensteuer unserer Bürger weiter hoch bleibt.
(Ein Schuldenabbau von ca. 50% innerhalb der nächsten 4-6 Jahre muss nach unserer Meinung zwingend erfolgen, um wieder handlungsfähig zu werden, u.a. für Feuerwehrneubau Alzenau, Hallen- und Straßensanierung).
Dass unser Konzept nicht auf einen „Rotstift für Vereine und Kultur“ setzt, konnte Theresia Börner aus unserer Arbeitsgruppe „Vereine und Kultur“ persönlich vortragen.
Es gibt auch ohne Schecks, Möglichkeiten Vereine und Kultur zu fördern.
Warum erschwert es die Stadt bspw. mit überzogenen Standgebühren den Vereinen, ihre Vereinskasse am Weihnachtsmarkt aufzupäppeln, fragte sie in die Runde?
Unsere Arbeitsgruppe wird die 184 Alzenauer Vereine kurzfristig kontaktieren, um zu erfahren, wo der Schuh drückt.
„Früher war der Kontakt Vereine / Rathaus enger“, so eine Besucherin.
Die Frage aus der Bürgerschaft, warum die „Fränkischen Kulturtage“ im Dalberghof kostenlos ein Büro erhalten, andere Vereine dagegen für Räumlichkeiten zahlen müssen, konnten wir nicht beantworten.
Wir werden aber bei der Stadtverwaltung eine Antwort einholen.
Auch in diesem Bereich gilt für wirbuergeralzenau:
Größtmögliche Transparenz auch bei der finanziellen Unterstützung der Vereine, orientiert am Nutzen für die Bürgerschaft und nicht am Prestige von Kommunalpolitikern.
Der Albstädter Stadtrat H.-D. Herbert (SPD) warf ein, dass auch Bürgermeister Noll bei seiner Amtseinführung „größtmögliche Transparenz“ versprochen hatte und er bis heute davon nichts sehe.
Wirbuergeralzenau finden, da muss sich jeder Stadtrat an die eigene Nase fassen, denn als Kontrollorgan bestimmt der Stadtrat die Transparenz gegenüber den Bürgern im Rahmen der Gesetze.
Was die aktuellen Kommunalpolitiker unter Transparenz, nämlich Herrschaftswissen für einige, verstehen, haben wir Alzenauer in den letzten 5 Jahren erlebt.
Wirbuergeralzenau haben gezeigt, dass wir für Transparenz kämpfen:
Erstmals ein veröffentlichter Liquiditätsplan (wenn auch nur kurz)
Erstmals eine Darstellung der Pensionslasten künftiger Alzenauer Generationen
Veröffentlichung der Schuldenaufstellung 2025 erst nach vehementem Einfordern durch uns
Kostenoffenlegung der „host-town-Veranstaltung 2023“ und daraus folgend eine Nachzahlung des Landrates über 13.060 EUR selbst 18 Monate nach Ende der Veranstaltung
Dies sind nur einige Punkte und erreicht, ohne dass wirbuergeralzenau im Stadtrat sind.
Warum sollten wirbuergeralzenau unsere Meinung zu Transparenz ändern, wenn wir künftig darüber entscheiden können?
Die Alzenauer haben im März 2026 die Wahl:
Weiter intransparent wie bisher
oder
volle Transparenz darüber, was mit dem Vermögen der Bürger passiert
Da uns viele Fragen zu Kommunalpolitik im Allgemeinen, aber auch zur Situation in Alzenau, erreichen, werden wirbuergeralzenau, neben unserer exklusiven Protokollierung der Bürgerfragestunde, eine neue Rubrik auf unserer website einstellen „Frag WBA“.
Dort beantworten wir Eure Fragen.
Wir starten demnächst mit der Frage:
„Wer ist schuld an den Schulden?“
Bleibt informiert!
21.09.2025
